Düsseldorf (ddp-nrw). Seit Anfang April bis Mitte Juli sind in Nordrhein-Westfalen 153 Flüchtlinge aus dem Irak eingetroffen. Dabei handele es sich überwiegend um Angehörige von im Irak verfolgten Minderheiten, alleinerziehenden Müttern, medizinisch Bedürftigen sowie Traumatisierten und Folteropfern, teilte der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Thomas Kufen, am Mittwoch in Düsseldorf mit. Nach seinen Angaben werden nach NRW insgesamt rund 540 irakische Flüchtlinge kommen.
Die irakischen Flüchtlinge werden den Angaben zufolge jeweils nach Abstimmung der Wohnortwünsche und unter Berücksichtigung der verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen sowie nach medizinischen Notwendigkeiten und religiösen Bindungen auf die Städte in Nordrhein-Westfalen verteilt.
Bereits im November hatte die EU beschlossen, 10 000 irakische Flüchtlinge in Europa aufzunehmen. Davon sollen 2500 nach Deutschland kommen. Die Flüchtlinge, die nach NRW kommen, sollen überwiegend in Köln, Düsseldorf, Aachen, Neuss und Münster unterkommen. Dort gibt es chaldäische Gemeinden, die bereit sind, irakische Christen aufzunehmen.
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