Hamburg/Rostock (ddp-nrd). Hamburg will seine Position als Kreuzfahrthafen weiter ausbauen. Dazu haben die Reederei Aida Cruises und das Hafenunternehmen Unikai jetzt eine gemeinsame Betreibergesellschaft für die Hamburger Kreuzfahrtterminals gegründet, wie beide Unternehmen am Dienstag gleichlautend in Rostock und Hamburg mitteilten. Bereits zur kommenden Saison 2009 werde diese neue HCC Hanseatic Cruise Centers GmbH als gemeinsame Tochtergesellschaft die Kreuzfahrtterminals am Grasbrook in der HafenCity sowie in Hamburg-Altona übernehmen.
HCC soll den Angaben zufolge künftig sämtliche Kreuzfahrtschiffe und ihre Passagiere in Hamburg begrüßen sowie die gesamte Organisation und Logistik rund um ihre Versorgung abwickeln. Zudem plane das Unternehmen einen umfangreichen Ausbau der Infrastruktur: Am 15. August werde die «AIDAaura» den neuen Liegeplatz für bis zu 300 Meter lange Schiffe in Altona einweihen. Bis dahin soll als erster Bauabschnitt die Kaimauer dieses künftigen «Hamburg Cruise Center II» fertig sein. Der Terminal des insgesamt 30 Millionen Euro teuren Projektes soll dann bis 2010 stehen. Auch am Hamburg Cruise Center in der HafenCity ist der Ersatz des jetzigen Leichtbaus durch einen Neubau bis 2011 in Kombination mit einem Hotel im Überseequartier der HafenCity geplant.
Hamburg ist seit der Sommersaison 2007 Basishafen für Reisen mit den Aida-Clubschiffen. Nach anfänglich 23 Anläufen mit 22 300 Passagieren will die Reederei die Hansestadt 2009 insgesamt 32 Mal anlaufen. Damit werde mehr als jedes dritte Kreuzfahrtschiff auf der Elbe ein Aida-Schiff sein. Derzeit betreibt die Reederei fünf Schiffe, bis 2012 sollen neun Clubschiffe zur Flotte gehören.
Unikai ist eine ansonsten auf Fahrzeuge und Stückgut spezialisierte Tochtergesellschaft des größten deutschen Hafenunternehmens Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und betreibt den Kreuzfahrtterminal in der HafenCity bereits seit dessen Eröffnung 1998. In diesem Jahr erwarte Hamburg 80 Anläufe, für 2010 hätten sich bereits 100 Kreuzfahrtschiffe angekündigt, so eine HHLA-Sprecherin.
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