Zu viel trinken: 64% höheres Risiko für Schlaganfall
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die medizinische Fachwelt warnt vor einer wachsenden Gefahr: Immer mehr Menschen leiden unter Hyponatriämie – einer Verdünnung des Blutsalzes durch überschüssiges Wasser. Früher galt ein Elektrolytmangel als Hauptursache. Heute wissen Ärzte: Oft steckt eine Hypervolämie dahinter, also ein relatives Übermaß an freiem Wasser im Körper.
Warum Durstgefühl der beste Ratgeber ist
Ein Nephrologe aus Aachen empfiehlt im Juli 2026 eine klare Regel: Nur trinken, wenn man Durst hat. Wer ohne physiologisches Bedürfnis trinkt, verschärft das Problem. Isotonische Getränke helfen laut dem Experten nicht – sie beheben die Volumenüberlastung nicht.
Bestimmte Gruppen tragen ein erhöhtes Risiko für eine Wasservergiftung (Hyperhydratation): Menschen mit Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, Personen mit extremen Diäten und Ausdauersportler. Der Körper kann kurzfristig bis zu zehn Liter pro Tag verarbeiten. Experten raten aber zu maximal drei Litern – außer bei extremer Hitze oder sportlicher Belastung.
Wann wird Trinken gefährlich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Der gesamte Wasserumsatz liegt bei etwa 2,7 Litern – rund ein Drittel wird über die Nahrung aufgenommen. Die individuellen Werte schwanken je nach Gewicht, Aktivität und Temperatur.
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Der Serumnatriumwert gilt als zentraler Gesundheitsindikator. Medizinische Daten aus dem Juli 2026 zeigen: Werte über 142 mEq/L erhöhen das Risiko für Herzinsuffizienz, Schlaganfälle und Demenz um bis zu 64 Prozent. Gleichzeitig warnt die Urologie des Klinikums Osnabrück vor zu wenig Flüssigkeit – besonders bei Hitze. Dann steigt das Risiko für schmerzhafte Harnsteine. Patienten mit Gicht, Diabetes oder Übergewicht haben ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko. Ein hellgelber Urin gilt als Zeichen für ausreichende Hydratation.
Trendgetränke unter Beschuss
Der Markt für Trinksysteme und Pulverkonzentrate steht wegen gesundheitlicher Bedenken in der Kritik. Eine Untersuchung eines öffentlich-rechtlichen Medienformats Ende Juli 2026 deckte Probleme auf: Bei bestimmten Pulvern droht eine Vitamin-Überdosierung. Zudem wiesen Proben einen pH-Wert von 3,19 auf – eine Gefahr für den Zahnschmelz.
Marktführende Trinksysteme mit Duft-Pods mussten Gesundheitsversprechen zurückziehen. Auch der Koffeingehalt in modischen Kapseln und Instant-Tees gibt Anlass zur Sorge: Tests wiesen 105 mg bis 160 mg pro 500 ml nach. Als gesündere Alternative empfehlen Experten lauwarmes Zitronenwasser – allerdings mit Schutz für den Zahnschmelz.
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Warnsignale erkennen und handeln
Frühe Anzeichen einer Dehydration sind dunkler Urin, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und unerklärliche Müdigkeit. Zur Vorbeugung raten Fachleute zu sichtbar platzierten Wasserflaschen oder wasserreichen Lebensmitteln wie Gurken und Wassermelonen.
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