Zivile Verteidigung: Bund und Länder beschließen 10,2-Mrd-Paket
21.06.2026 - 09:41:53 | boerse-global.de
Die Innenministerkonferenz (IMK) verabschiedete am 19. Juni in Hamburg einen Fahrplan zum Aufbau der zivilen Verteidigungsfähigkeit bis 2029. Parallel dazu legte das Bundeskabinett einen Pakt für den Bevölkerungsschutz vor – mit einem Budget von 10,2 Milliarden Euro.
Das Geld fließt in Warnsysteme, Notfallinfrastruktur und Ausbildung. Die Bundeswehr wird künftig institutionell in die IMK-Strukturen eingebunden. Das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) soll die Koordination zwischen Sicherheitsbehörden verbessern.
Im Zuge der zivilen Verteidigung gewinnt auch der Schutz digitaler Konten an Bedeutung, da laut Experten jährlich Millionen Konten in Deutschland gehackt werden. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie mit der neuen Passkey-Technologie Ihre Accounts bei Amazon, WhatsApp und Co. endlich sicher und ohne Passwort-Stress schützen. Computerwissen: Sichere Alternative zu Passwörtern jetzt gratis nachlesen
Selbstschutz wird Schulfach
Die Innenminister wollen die Bevölkerung stärker in die Pflicht nehmen. Krisenvorsorge soll künftig im Schulunterricht verankert werden. Das Ziel: Bürger sollen sich eigenständig auf Notlagen vorbereiten können.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) veröffentlichte am 19. und 20. Juni zwei neue Arbeitshilfen für Kommunen. Sie behandeln Basisszenarien wie Cyberangriffe oder flächendeckende Stromausfälle und bieten Vorlagen zur Erfassung lokaler Ressourcen.
Zehn Tage Vorrat – ein Einkaufswagen voll
Die Stadt Syke startete am 22. Juni Aktionswochen in Kooperation mit dem Einzelhandel. Experten empfehlen für den Ernstfall einen Vorrat für mindestens zehn Tage – etwa das Volumen eines herkömmlichen Einkaufswagens. Pro Person sind 20 Liter Getränke angeraten.
Doch es geht um mehr als Lebensmittel. Das BBK rät zu einer Hausapotheke, einem Notgepäck und der sicheren Aufbewahrung wichtiger Dokumente. Für Stromausfälle halten Kommunen zunehmend Katastrophen-Leuchttürme als Anlaufstellen bereit.
Versicherung: Die richtige Police gegen Unwetter
Der Bund der Versicherten (BdV) klärte am 19. Juni über die Unterschiede im Versicherungsschutz auf. Sturm-, Hagel- oder Blitzschäden sind meist über Wohngebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt. Bei Überschwemmungen durch Starkregen braucht es eine zusätzliche Elementarschadenversicherung.
Im Schadensfall gilt: Fotos und Videos machen, umgehend beim Versicherer melden. Eine detaillierte Inventarliste mit Seriennummern, Rechnungen und Fotos von Wertgegenständen erleichtert die Abwicklung. Experten raten, diese in der Cloud zu speichern.
Cyberkriminalität: 49 Milliarden Euro Schaden
Eine Gasa-Studie vom 19. Juni zeigt das Ausmaß von Online-Betrug. Die Schäden durch Scams in Europa summierten sich im Vorjahr auf 49,1 Milliarden Euro. In Deutschland war jeder vierte Befragte betroffen, der durchschnittliche Verlust lag bei 2.600 Euro.
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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Passkeys, Zwei-Faktor-Authentisierung und regelmäßige Updates. Wer sein Zuhause digital schützt, senkt das Risiko massiv.
Technik und Einbruchschutz: Kleine Helfer, große Wirkung
In Fachforen wurden im Juni kostengünstige Präventionsmaßnahmen diskutiert. Wasserleck-Sensoren, Kohlenmonoxid-Melder und Türrahmen-Verstärkungen für Altbauten gelten als effektiv.
Besonders in der Ferienzeit steigt die Einbruchgefahr. Laut Polizeilicher Kriminalprävention vom 20. Juni ereignen sich die meisten Einbrüche zwischen 16 und 20 Uhr. Täter sind oft lokale Gewohnheitstäter. Mechanische Sicherungen, Zeitschaltuhren und Nachbarschaftshilfe schrecken ab.
Selbst beim Handyladen ist Vorsicht geboten. Experten warnen vor Überspannungsschäden durch falsche Reihenfolge: Erst das Netzteil in die Steckdose, dann das Kabel mit dem Gerät verbinden.
