xAI gegen OpenAI: Richter weist Klage zum zweiten Mal ab
16.06.2026 - 06:45:44 | boerse-global.de
Ein Bundesrichter hat die Klage von Elon Musks KI-Firma xAI gegen OpenAI abgewiesen – zum zweiten Mal innerhalb eines Monats.
Die Entscheidung von Richterin Rita Lin vom 15. Juni 2026 ist ein herber Rückschlag für Musk. Das Verfahren warf OpenAI vor, Geschäftsgeheimnisse gestohlen und gezielt xAI-Mitarbeiter abgeworben zu haben. Doch die Beweise reichten nicht aus.
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Vorwurf des Geheimnisdiebstahls nicht haltbar
Richterin Lin wies die Klage endgültig ab – eine erneute Einreichung ist ausgeschlossen. Der Rechtsstreit, der im September 2025 begann, drehte sich um Xuechen Li, einen früheren Spitzenentwickler von xAI, der zu OpenAI wechselte. Die Anklage behauptete, OpenAI habe Li dazu gebracht, vertrauliche technische Details preiszugeben.
Doch die Richterin sah das anders: „Die Befragung von Bewerbern zu ihrer bisherigen Berufserfahrung ist gängige Praxis", heißt es in der Urteilsbegründung. Ein Verstoß gegen das Gesetz liege nicht vor.
Zweite Niederlage in kurzer Zeit
Erst am 18. Mai 2026 hatte eine Jury eine weitere Mega-Klage Musks gegen OpenAI abgewiesen – es ging um umgerechnet rund 140 Milliarden Euro Schadensersatz. Musk warf dem Unternehmen vor, seine ursprüngliche Non-Profit-Mission aufgegeben zu haben. Doch die Jury entschied: Die Verjährungsfrist für die Vertragsverletzung war längst abgelaufen.
OpenAI zeigte sich erleichtert. Ein Sprecher bezeichnete die Klage als „haltlos" und sprach von einer „anhaltenden Schmutzkampagne" Musks.
Umbruch bei xAI
Die juristische Niederlage kommt zu einem turbulenten Zeitpunkt für Musks KI-Firma. Bereits im Februar 2026 war eine erste Version der Klage abgewiesen worden – xAI durfte damals noch nachbessern. Diesmal ist Schluss.
Auch intern rumort es: Im Februar wurde xAI im Rahmen eines Deals im Wert von rund 1,2 Billionen Euro in SpaceX integriert. Und alle elf Gründungsmitglieder des Unternehmens haben es inzwischen verlassen.
