Money, Zinsen

X Money startet: Bis zu sechs Prozent Zinsen auf Einlagen

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 23:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

X startet in den USA sein Finanzangebot mit attraktiven Zinsen und Visa-Karte. Ein Europa-Start ist bislang nicht terminiert.

X Money: Neuer Finanzdienst mit sechs Prozent Zinsen und eigener Debitkarte
Metallische Debitkarte und Smartphone mit Finanz-App-Oberfläche auf einem Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

X bringt mit X Money ein Finanzangebot an den Start – mit Zinsen von bis zu sechs Prozent und eigener Debitkarte. Europa wartet vorerst noch.

Die Social-Media-Plattform X ist offiziell in den Finanzdienstleistungsmarkt eingestiegen. Seit dem 27. Juli können ausgewählte Nutzer in den USA über die App Konten eröffnen, Geld überweisen und Rechnungen bezahlen – zunächst nur auf Einladung und für zahlende Abonnenten der Premium-Tarife.

Sechs Prozent Zinsen als Köder

Das Herzstück von X Money ist ein Finanzökosystem, das Überweisungen zwischen Nutzern ohne Gebühren ermöglicht. Besonders attraktiv: Für Abonnenten des teuersten Tarifs Premium+ gibt es bis zu sechs Prozent Zinsen auf Einlagen. Premium-Nutzer erhalten diesen Zinssatz, wenn sie einen regelmäßigen Gehaltseingang einrichten. Voraussetzung für den Höchstsatz ist eine Mindesteinlage von 1.000 Dollar.

Zum Angebot gehört außerdem eine Visa-Debitkarte im X-Design. Die virtuelle Version lässt sich in digitale Geldbörsen wie Apple Wallet integrieren, wer mag, bekommt auch eine physische Metallkarte. Drei Prozent Cashback auf Einkäufe, gebührenfreie Geldautomaten weltweit und keine Auslandsgebühren sollen die Karte attraktiv machen. Als Anreiz für den Einstieg gab es für einige Nutzer zudem eine Startgutschrift von 15 Dollar.

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X selbst besitzt keine Banklizenz. Die Finanzdienstleistungen laufen über eine Partnerschaft mit der Cross River Bank, die der US-Einlagensicherung FDIC untersteht. Einlagen sind damit bis zu 250.000 Dollar abgesichert – für größere Beträge gibt es ein Programm, das den Schutz auf bis zu zehn Millionen Dollar ausweitet.

Die Sicherheit der Transaktionen soll über Passkeys und Visa-Standards gewährleistet werden. Das Ziel ist ein nahtloser Wechsel zwischen Social-Media-Interaktion und Finanzgeschäften – eine All-in-One-Lösung, die X von reinen Kommunikations- zu einer Transaktionsplattform macht.

Konkurrenz für PayPal und Co.

Mit dem Angebot positioniert sich X direkt gegen etablierte Zahlungsdienste wie PayPal, Venmo, Cash App und Zelle. Der hohe Zinssatz von sechs Prozent ist ein deutliches Signal im Wettbewerb um Kunden – zumal in den USA inzwischen rund 13,8 Prozent der Verbraucher digitale Banken als ihr Hauptkonto nutzen.

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Doch der Vorstoß sorgt auch für Kritik. Bereits im Frühsommer äußerte die US-Senatorin Elizabeth Warren Bedenken mit Blick auf den Einstieg der Plattform in den Finanzsektor. Beobachter hinterfragen zudem den Datenschutz, die Betrugsprävention und die langfristige Finanzierbarkeit der hohen Zinsen.

Vorerst bleibt X Money auf den US-Markt beschränkt. Einen Zeitplan für eine Ausweitung auf Europa oder andere Regionen gibt es bislang nicht.

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