WSL, Microsoft

WSL 2.9.3: Microsoft bringt native Linux-Container zu Windows 11

29.06.2026 - 22:36:29 | boerse-global.de

Microsofts neue WSL-Container-Funktion erlaubt native Linux-Container unter Windows 11 ohne Zusatzsoftware. Die Vorschau ist ab sofort verfügbar.

WSL-Container: Microsoft startet öffentliche Vorschau für Windows 11
WSL - Leuchtend blaues sechseckiges Container-Symbol vor unscharfem Hintergrund eines modernen Server-Racks mit grünen Schaltkreismustern. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue WSL-Funktion ermöglicht Linux-Container ohne Drittanbieter-Tools.

Microsoft hat am heutigen Montag die öffentliche Vorschau von WSL Containern (WSLC) freigegeben. Die Neuerung ist Teil von WSL Version 2.9.3 und erlaubt Entwicklern sowie IT-Profis, native Linux-Container direkt unter Windows 11 auszuführen – ganz ohne zusätzliche Virtualisierungssoftware. Für den deutschen Markt bedeutet das: Unternehmen, die auf hybride Entwicklungsumgebungen setzen, können künftig aufwendige Workarounds vermeiden.

Neues Kommandozeilen-Tool für Entwickler

Mit der Veröffentlichung führt Microsoft das Kommandozeilen-Tool wslc.exe ein. Es steuert den gesamten Lebenszyklus von Linux-Containern direkt in der Windows-Umgebung. Zur Unterstützung der Anwendungsentwicklung stellt der Konzern zudem eine API für Windows-Programme in C, C++ und C## bereit. Diese Schnittstelle liegt als NuGet-Paket vor und erleichtert die Integration der Container-Verwaltung in bestehende Windows-Workflows.

Entwickler, die Grafikprozessoren für rechenintensive Aufgaben wie CUDA-basierte Anwendungen nutzen, können diese Workloads bereits ab der Vorschauphase einsetzen. Auch Visual Studio Code unterstützt die neue Container-Umgebung – und zwar ab Version 0.462.0-pre-release über die Dev-Containers-Erweiterung.

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Leistungssprung und Sicherheit für Unternehmen

Ein zentrales technisches Merkmal der Vorschau ist der Einsatz von VirtIOFS als neuem Standard-Dateisystem. Laut technischer Dokumentation lassen sich damit bis zu doppelt so hohe Geschwindigkeiten erzielen wie mit früheren Versionen. Das Update enthält zudem verbesserte Speicherverwaltung und Netzwerkoptimierungen für eine effizientere Ressourcennutzung.

Für Unternehmensumgebungen hat Microsoft auf Sicherheit und Verwaltungsintegration geachtet. Das neue Container-System arbeitet mit Microsoft Defender for Endpoint zusammen, um Container-Ereignisse zu überwachen – diese Funktion befindet sich derzeit in einer privaten Vorschau. Die Verwaltung über Microsoft Intune soll in Kürze folgen. Nutzer können die Vorschau installieren, indem sie die Vorabversion von WSL über GitHub oder die Kommandozeile aktualisieren.

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Abgestimmt auf Azure Linux 4.0

Die Einführung von WSL Containern folgt auf die kürzliche Veröffentlichung von Azure Linux 4.0, das im Juni 2026 in die öffentliche Vorschau gegangen ist. Azure Linux 4.0 dient als gemeinsame Basis für verschiedene Microsoft-Umgebungen, darunter Azure Kubernetes Service (AKS), virtuelle Maschinen und WSL.

Diese Distribution basiert auf Fedora und nutzt einen 6.18 LTS-Kernel. Durch die Verwendung gemeinsamer Binärdateien auf allen Plattformen will Microsoft Konsistenz für Entwickler sicherstellen, die Workloads zwischen lokalen Windows-Rechnern und Cloud-Umgebungen verschieben. Die allgemeine Verfügbarkeit der WSL-Container-Funktion ist für Herbst 2026 geplant.

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