Aus 2.000 alten Handys entsteht funktionierendes Rechenzentrum
29.06.2026 - 22:31:08 | boerse-global.de
Lokale Konzepte für nachhaltigen Konsum
Ein Vorzeigeprojekt ist der Konzeptladen Wiederschön, betrieben von der Stadtreinigung Leipzig. Das Geschäft in den Höfen am Brühl will Produkte länger im Kreislauf halten und Konsumenten für Ressourcenschonung sensibilisieren. Anfang Juli 2026 feiert der Laden zweijähriges Bestehen – ein Meilenstein für das städtische Engagement.
Das Angebot umfasst Mitmachaktionen und stellt verschiedene Mieter vor, die im Bereich Wiederverwendung arbeiten. Solche Initiativen ergänzen bürgerschaftliches Engagement. Mitte Juni beteiligten sich rund 1.500 Freiwillige an einem länderübergreifenden CleanUp. In Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz kamen 16 Tonnen Müll zusammen.
Aus altem Handy wird Rechenzentrum
Forscher der UC San Diego und Google Research haben gezeigt, wie aus rund 2.000 ausgedienten Smartphones ein funktionierendes Rechenzentrum entsteht. Statt Android kommt Linux zum Einsatz. Die Motherboards werden in Clustern zusammengeschaltet und liefern Cloud-Anwendungen für Studierende. Das senkt die Kosten für Rechenkapazitäten drastisch und verlängert die Nutzungsdauer der Hardware.
Ein Stuttgarter Start-up setzt auf Agrar-Reststoffe. Dinkelspelzen – in Deutschland fallen jährlich rund 120.000 Tonnen an – werden zu Verpackungen, Urnen und Akustikelementen verarbeitet. Das Unternehmen hält ein europäisches Patent und beschäftigt zwölf Mitarbeiter. Ein Beleg dafür, dass sich biologische Reststoff-Kreisläufe wirtschaftlich skalieren lassen.
Forscher der UC San Diego und Google Research haben gezeigt, wie aus rund 2.000 ausgedienten Smartphones ein funktionierendes Rechenzentrum entsteht. Statt Android kommt Linux zum Einsatz – die Motherboards werden in Clustern zusammengeschaltet und liefern Cloud-Anwendungen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen die Bauanleitung und eine Checkliste für die Wiederverwendung Ihrer IT-Hardware. Praxis-Leitfaden jetzt anfordern
Holzhochhäuser als Materiallager
Die Bauwirtschaft gilt als einer der ressourcenintensivsten Sektoren. In Wolfsburg entstehen mit den sogenannten Woodscrapern zwei 40 Meter hohe Holzhochhäuser. Sie sind konsequent auf Rückbaubarkeit ausgelegt, verfügen über zwölf Etagen und nutzen Geothermie sowie Photovoltaik. Fachleute fordern: Gebäude müssen bereits in der Entwurfsphase als Materiallager für künftige Generationen betrachtet werden.
Für mehr Transparenz in globalen Lieferketten sorgt das Zertifizierungssystem ISCC PLUS. Es erlaubt Unternehmen in der Kunststoff-, Chemie- und Recyclingindustrie, nachhaltige Anteile nachzuweisen – etwa bei Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen. Der Massenbilanz-Ansatz macht den Rohstoff für die Industrie handelbar.
Tiny Forests für kühlere Städte
Steigende Kosten für Rechenkapazitäten und wachsender Elektroschrott – mit dem Upcycling alter Smartphones schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Leitfaden liefert Ihnen einen konkreten Kostenvergleich und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Aufbau eines eigenen Handy-Rechenzentrums. Kostenvergleich und Bauanleitung sichern
Neben der stofflichen Verwertung gewinnt die ökologische Aufwertung städtischer Flächen an Bedeutung. Frankfurt testet Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode. Diese Kleinstwälder fördern auf begrenztem Raum die Verdunstungskälte und schaffen Lebensräume. Die Kosten sind hoch: Rund 60.000 Euro für 700 Quadratmeter. Dafür dienen sie als Versickerungsflächen und ergänzen den Baumbestand, der zunehmend unter Klimastress leidet.
Die Verbindung von kommunalen Angeboten, industriellen Standards und technologischer Innovation bildet das Fundament für die Transformation. Initiativen wie in Leipzig sind die Schnittstelle zwischen Theorie und praktischer Anwendung.
