Wocheninsulin Onswik: EMA empfiehlt erste Spritze pro Woche
30.06.2026 - 08:43:31 | boerse-global.de
Juni 2026 die Zulassung für das Wocheninsulin Onswik empfohlen. Das Präparat mit dem Wirkstoff Insulin Efsitora alfa ist speziell für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes entwickelt worden. Statt täglicher Spritzen reicht künftig eine Injektion pro Woche – ein Schritt, der die Therapietreue deutlich verbessern könnte.
Doch nicht nur bei Typ-2-Diabetes gibt es Fortschritte. Im britischen Gesundheitssystem NHS ist jetzt die Immuntherapie Teplizumab verfügbar. Sie kann den Ausbruch von Typ-1-Diabetes um bis zu drei Jahre verzögern. Voraussetzung: spezifische Bluttests, noch bevor erste Symptome auftreten. Während Italien bereits ein nationales Screening-Programm gestartet hat, müssen andere Länder erst noch Infrastrukturen aufbauen, um Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren.
Hitze und Social Media: Wenn Umwelt und Psyche kollidieren
Die psychische Gesundheit leidet längst nicht nur unter klassischen Belastungen. Eine Studie der Universität Magdeburg (SWEATR) zeigt: Schon ab 25 Grad Celsius sinkt das psychische Wohlbefinden. Besonders Menschen mit körperlichen oder psychischen Vorerkrankungen reagieren empfindlich. Sie zeigen bei Hitze häufiger ängstliche oder depressive Symptome. Eine Folgestudie mit über 500 Teilnehmenden startet im Sommer 2026 – sie soll klären, wie Schutzverhalten und Selbstwirksamkeit genau zusammenhängen.
Parallel dazu rückt die Nutzung sozialer Medien in den Fokus. Ein Fachvortrag an der Universität Potsdam am 30. Juni 2026 machte deutlich: Suchtartige Nutzung korreliert mit Schlafstörungen, Stress- und Angstsymptomen. Die Forscherin Prof. Dr. Julia Brailovskaia plädiert für gezielte Präventionsstrategien – damit der Umgang mit digitalen Medien nicht zur Gesundheitsfalle wird.
Die Versorgungslage in Deutschland bleibt indes angespannt. Ein NDR-Bericht vom 21. Juni 2026 wies auf geplante Kürzungen bei der Finanzierung von Psychotherapien in Schleswig-Holstein hin. Angesichts des hohen Bedarfs an Therapieplätzen sorgt das für Proteste.
Die EMA-Empfehlung für Onswik macht Hoffnung auf weniger Spritzen im Alltag. Unser Report erklärt, wie die Umstellung gelingt und für wen das Wocheninsulin infrage kommt. Jetzt Report anfordern
Zuckersteuer und Smoothies: Was Prävention wirklich bringt
Politische Akteure fordern eine gestaffelte Zuckersteuer auf Softdrinks – nach britischem Vorbild. Das Ziel: langfristig Milliarden an Gesundheitskosten sparen. Parallel plant die Regierung ein Verbot bestimmter Zusatzstoffe in E-Zigaretten. Kritiker bemängeln jedoch, dass die wissenschaftliche Basis für diese Verbote teilweise dünn sei.
Dass einfache Umstellungen wirken können, zeigt eine Studie der Newcastle University. Teilnehmer, die vier Wochen lang täglich Smoothies oder Direktsaft tranken, hatten signifikant niedrigere Depressionswerte und eine höhere Ballaststoffaufnahme – ohne negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel.
Auch kommerzielle Anbieter reagieren: Weight Watchers integriert spezifische Begleitangebote für die Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten und Programme für die Menopause. Die Branche passt sich den medizinischen Trends an.
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Österreich schafft Versorgungspfad für Post-Covid und ME/CFS
Ein wichtiger Schritt für chronisch Kranke gelang am 28. Juni 2026 in Österreich. Die Bund-Zielsteuerungskommission beschloss einen eigenen Versorgungspfad für postakute Infektionssyndrome (PAIS) – darunter ME/CFS und Post-Covid. Rund 73.600 Betroffene gibt es in Österreich. Spezialisierte Zentren und Netzwerke sollen entstehen, die Sozialversicherungsträger übernehmen eine tragende Rolle. Eine medizinische Leitlinie ist in Planung, um Diagnose und Behandlung dieser komplexen Krankheitsbilder zu standardisieren.
