WM-Psychologie: Südkorea setzt erstmals Psychiater als Mental Coach ein
17.06.2026 - 21:31:46 | boerse-global.de
Prof. Han Deok-hyun, der auf 25 Jahre Berufserfahrung zurückblickt, betreut das Team bereits seit einem Jahr.
Ziel ist ein stabiler mentaler Zustand im Kader. Die Vorbereitung basiert auf dem Durchspielen spezifischer psychologischer Szenarien. Der Ansatz zeigt Wirkung: Beim 2:1-Sieg gegen Tschechien am 12. Juni agierten selbst Debütanten wie Lee Ki-hyuk ohne Anzeichen von Nervosität.
Für das Spiel gegen Mexiko am 19. Juni liegt der Fokus darauf, die gewohnten Routinen beizubehalten. Der psychische Fokus soll stabil bleiben.
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Angst killt Kreativität
Auch europäische Teams setzen verstärkt auf mentale Vorbereitung. Sportpsychologe Thomas Wörz warnt: Definiert sich ein Spieler nur über Ergebnisse, wird die Favoritenrolle zur Last. „Angst führt zu defensiverem Verhalten, Freude steigert die Leistungsfähigkeit", so Wörz Mitte Juni.
Entscheidend sei es, im „Hier und Jetzt" zu bleiben. Mentales Training für verschiedene Spielsituationen – plötzliche Rückstände oder Führungen – verhindert Schockstarren.
Das zeigte sich beim WM-Comeback Österreichs gegen Jordanien am 17. Juni. Trotz hoher Intensität gelang ein 3:1-Sieg. Konrad Laimer, unter Teamchef Ralf Rangnick in neuer offensiver Rolle, und Führungsspieler David Alaba gelten als Garanten für die energetische Stabilität des Teams.
Nach Olympia kommt das Loch
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Die Verbände denken langfristiger. World Aquatics veranstaltete bereits im Februar 2024 in Doha ein Forum zu Stressmanagement und Leistungsangst bei Schwimmern. Entspannungsräume und spezifische Workshops gehören nun zum Standard.
Dass mentale Herausforderungen auch nach großen Erfolgen bestehen bleiben, zeigt Segler Philipp Buhl. Am 15. Juni thematisierte er die Post-Olympia-Depression und den Druck durch den Kampf um Kaderplätze für LA 2028. Für viele Athleten hängt die finanzielle Förderung direkt von Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften ab.
Archery GB reagierte am 16. Juni mit einer neuen Personalstruktur: Lucinda Whittaker übernimmt die Leitung des Performance-Systems. Ihre Aufgabe: Programme für die Spiele 2028 und 2032 koordinieren – und eine nachhaltige Leistungsstruktur etablieren, die über rein sportliche Aspekte hinausgeht.
