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Windows Server: Hotpatching jetzt kostenlos – Updates ohne Neustart

28.05.2026 - 19:34:58 | boerse-global.de

Microsoft stellt Hotpatching für Windows Server 2025 kostenlos zur Verfügung und kündigt Azure Linux 4.0 an. Ein kritischer Patch muss bis Juni installiert werden.

Windows Server: Hotpatching jetzt kostenlos – Updates ohne Neustart - Foto: über boerse-global.de
Windows Server: Hotpatching jetzt kostenlos – Updates ohne Neustart - Foto: über boerse-global.de

Der Cloud-Riese erweitert sein Angebot: Sicherheitsupdates ohne Neustart werden für Unternehmen günstiger.

Microsoft hat sein Cloud-Management-Portfolio überarbeitet. Ab sofort ist die Funktion Hotpatching – ermöglicht durch Azure Arc – für die Editionen Windows Server 2025 Standard und Datacenter kostenlos verfügbar. Die Ankündigung Ende Mai ermöglicht Unternehmen, Sicherheitsupdates auf virtuellen Maschinen und physischen Servern anzuwenden, ohne einen Systemneustart durchführen zu müssen.

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So funktioniert der neustartfreie Patch-Prozess

Der Dienst wird über den Azure Update Manager gesteuert und unterstützt sowohl hybride als auch Multi-Cloud-Umgebungen. Voraussetzung für die Nutzung: Die Systeme müssen den Azure Arc Connected Machine Agent ausführen und die Virtualization-based Security (VBS) aktiviert haben. Administratoren können die Funktion über das Azure-Portal, PowerShell, Kommandozeilen-Tools oder REST-APIs aktivieren. Das dürfte besonders für Unternehmen mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen interessant sein – kein nächtliches Neustart-Fenster mehr, keine unterbrochenen Geschäftsprozesse.

Azure Linux 4.0 und Container Linux im Anmarsch

Microsoft erweitert zudem sein Betriebssystem-Portfolio für Cloud-Umgebungen. Auf dem Open Source Summit NA in Minneapolis kündigte der Konzern Azure Linux 4.0. Die auf Fedora basierende Distribution ist Microsofts erste universelle Server-Linux-Version für Azure-VMs und kommt mit einem zweijährigen Support-Zyklus. Derzeit befindet sie sich in der öffentlichen Vorschau. Eine Unterstützung für die Windows Subsystem for Linux (WSL) ist ebenfalls geplant.

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Parallel dazu ist Azure Container Linux jetzt allgemein verfügbar. Microsoft beschreibt es als unveränderliche, containeroptimierte Distribution. Eine breitere Einführung dieser Linux-Angebote wird für die Microsoft Build-Konferenz Anfang Juni 2026 erwartet.

Kritische Sicherheitslücke erzwingt schnelles Handeln

Die Neuerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem eine schwerwiegende Sicherheitswarnung die IT-Abteilungen in Atem hält. Eine Schwachstelle im Windows Update Service (wuauserv) mit der Kennung CVE-2026-46598 und einem CVSS-Score von 9,8 betrifft Windows 10 22H2 sowie Windows Server 2022 und neuere Versionen. Der Fehler liegt im XML-Parser des Dienstes und könnte es nicht authentifizierten Angreifern ermöglichen, Code mit Systemrechten auszuführen.

Microsoft veröffentlichte am 20. Mai 2026 den Patch KB5001234. Die Frist für die Installation endet am 7. Juni 2026. Die Dringlichkeit wird durch aktuelle Richtlinien des indischen CERT-In unterstrichen, das Unternehmen Anfang der Woche aufforderte, kritische Schwachstellen innerhalb von zwölf Stunden zu schließen – eine Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch KI-gestützte Cyberangriffe. Die Behörde wies zudem auf separate Sicherheitslücken in Azure Resource Manager und Microsoft Entra ID hin.

Betriebliche Änderungen und Milliarden-Deal mit dem Pentagon

Mit dem Azure Update Manager als zentraler Schaltstelle für Betriebssystem-Patches wird in der technischen Dokumentation klargestellt: Drittanbieter-Software auf Azure-VMs – etwa 7-Zip oder VS Code – erfordert weiterhin separate Verwaltungstools oder manuelle Eingriffe. Experten empfehlen, diese Workflows mit Microsoft Defender for Cloud zu integrieren, um Risiken über verschiedene Software-Stacks hinweg priorisieren zu können.

In einer separaten Entwicklung im Infrastrukturbereich hat das Pentagon Dell Federal Systems einen Auftrag im Wert von 9,7 Milliarden Euro erteilt. Der am 27. Mai 2026 unterzeichnete Fünfjahresvertrag, der von der US-Marine verwaltet wird, zielt auf die Konsolidierung von Microsoft-Softwarelizenzen für das Verteidigungsministerium, die Geheimdienste und die Küstenwache ab. Die Bündelung soll jährliche Einsparungen von rund 422 Millionen Euro bringen.

Zum Schluss eine Erinnerung für Entwickler: Die Azure Maps Render V1 APIs werden am 17. September 2026 eingestellt. Nutzer sollten rechtzeitig auf neuere Versionen migrieren.

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