Windows Server 2016: Kritischer Bug blockiert Domänencontroller
28.05.2026 - 19:36:11 | boerse-global.deEin aktuelles Sicherheitsupdate für Windows Server 2016 sorgt für massive Ausfälle bei Netzwerk- und Verzeichnisdiensten. Der Fehler tritt unter bestimmten Bedingungen auf – und betrifft vor allem Unternehmen mit speziellen Serverkonfigurationen.
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Kritischer Bug im Mai-Update
Das Update KB5087537, das Microsoft im Mai 2026 veröffentlichte, sollte Server eigentlich auf den Ablauf eines Secure-Boot-Zertifikats im Juni vorbereiten. Doch der Patch hat einen unerwünschten Nebeneffekt: Er stört den sogenannten DCLocator-Prozess, der für die Suche nach Domänencontrollern zuständig ist.
Die Ursache liegt in einem Pufferüberlauf. Immer dann, wenn ein Hostname exakt 15 Zeichen lang ist, kommt es an einer 16-Byte-Grenze zu einem Speicherfehler. Die Folge: Active-Directory-Abfragen schlagen fehl. Administratoren berichten, dass der Befehl zur Erkennung von Domänencontrollern einen Fehler zurückgibt. Auch verteilte Dateisysteme (DFSN) funktionieren nicht mehr – mit der Meldung, der RPC-Server sei nicht erreichbar.
Microsoft verlangt vor der Installation des Mai-Updates zwingend das Servicing Stack Update KB5088064. Wer bereits betroffen ist, hat derzeit zwei Möglichkeiten: den betroffenen Server umbenennen oder das Update KB5087537 komplett deinstallieren. Einen Termin für einen endgültigen Patch gibt es noch nicht.
Windows 11: Neuer Performance-Boost
Während die Server-Welt mit Stabilitätsproblemen kämpft, gibt es für Windows 11 gute Nachrichten. Am 27. und 28. Mai 2026 veröffentlichte Microsoft das optionale Vorschau-Update KB5089573 für die Versionen 24H2 und 25H2. Es ist der erste öffentliche Release aus dem internen Projekt „Windows K2", das die Betriebssystem-Leistung bis 2027 optimieren soll.
Herzstück des Updates ist ein Low Latency Profile (LLP). Es pusht die CPU bei Benutzerinteraktionen für ein bis drei Sekunden auf die maximale Frequenz. Laut internen Tests werden Startmenü und Benachrichtigungscenter dadurch bis zu 70 Prozent schneller. Auch die Reaktionszeit von Shell-Komponenten verbesserte sich um 40 Prozent. Selbst Microsoft-eigene Anwendungen wie Edge und Outlook starten spürbar flotter.
Weitere Neuerungen im Windows-11-Update:
- Shared Bluetooth Audio: Unterstützung für LE Audio Broadcast – zwei Kopfhörer können gleichzeitig dieselbe Audioquelle empfangen
- Task-Manager-Erweiterungen: Neue Spalten zeigen die Auslastung der Neural Processing Unit (NPU) und AppContainer-Isolation an
- Ausrollplan: Die Funktionen sind zunächst nur für eine kontrollierte Nutzergruppe verfügbar. Sie sollen mit dem obligatorischen Juni-Update am Patch Tuesday kommen.
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Edge-Browser: Endlich ein Fix für Update-Fehler
Auch für Nutzer des Edge-Browsers gibt es eine gute Nachricht. Microsoft hat einen Fix für einen hartnäckigen Fehler in den Canary- und Dev-Kanälen angekündigt. Seit Anfang April 2026 scheiterte die manuelle Update-Suche immer wieder mit dem „Fehlercode 3: 0X800700C1". Die Meldung: Das System könne eine bestimmte Komponente nicht erstellen.
Der Fehler tritt nur unter Windows auf – Mac-Nutzer sind nicht betroffen. Die Lösung kommt mit EdgeUpdate Version 1.3.237.7. Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte Microsoft nicht. Klar ist nur: Die manuelle Update-Funktion, die seit Wochen nicht funktioniert, soll dann wieder arbeiten.
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