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Windows 11: Microsoft testet KI-Deinstallation – 2,59 GB freier Speicher

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 02:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts Vorschauversion erlaubt das Entfernen von KI-Modellen. Ein Bug-Update und neue Systemvoraussetzungen für KI-PCs begleiten den Schritt.

Microsoft testet Deinstallation von KI-Komponenten für mehr Speicher
Digitale Illustration von Datenbewegung auf einer Platine, symbolisiert KI-Modell-Deinstallation und freigegebenen Speicherplatz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das spart wertvollen Speicherplatz.

Der versteckte Knopf wurde in der experimentellen Vorschau-Version 26300.8553 entdeckt. Er zielt auf sogenannte kleine Sprachmodelle wie Phi Silica ab, die Microsoft für Aufgaben wie Textzusammenfassungen nutzt. Wer diese KI-Teile entfernt, kann mehr als 2,59 Gigabyte Speicherplatz zurückgewinnen. Zum Vergleich: Integrierte KI-Modelle in Browsern wie Chrome belegen rund vier Gigabyte.

Strengere Hardware-Vorgaben für KI-PCs

Der Schritt kommt nicht von ungefähr. Microsoft hat die Mindestanforderungen für seine KI-gestützten Systeme deutlich verschärft. Seit Version 24H2 müssen Copilot+-PCs zwingend folgende Spezifikationen erfüllen: 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Gigabyte Speicher und eine Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS). Das ist mehr, als so mancher Mittelklasse-Rechner heute bietet.

Speicherprobleme im Visier

Die Möglichkeit zur gezielten KI-Deinstallation ist nicht der einzige Vorstoß gegen Speicherfresser. Im Juli-Update (KB5101650) hat Microsoft einen hartnäckigen Bug behoben, der die Datei CapabilityAccessManager.db-wal betraf. Sie war in einigen Fällen auf hunderte Gigabyte angewachsen. Das Update verhindert weiteres Wachstum – den bestehenden Datenmüll müssen betroffene Nutzer aber manuell löschen.

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Das gleiche Update bringt eine Point-in-time-Restore-Funktion mit, die vollständige Systemschnappschüsse für 72 Stunden erstellt. Sie setzt eine Festplatte von mindestens 200 Gigabyte voraus und kann bis zu 50 Gigabyte belegen. Ein mächtiges Werkzeug – aber nur für Nutzer mit ausreichend Platz.

Update-Chaos: Pause für Dell-PCs

Während Microsoft die KI-Fähigkeiten ausbaut, stockt die Auslieferung der Updates. Der Konzern hat die Verteilung von KB5101650 für ausgewählte Dell-PCs mit Intel-Prozessoren gestoppt. Grund sind Berichte über Leistungseinbußen: hohe CPU-Temperaturen, Akku-Probleme und spontane Abstürze. Auslöser ist ein Konflikt mit dem Intel Innovation Platform Framework (IPF)-Treiber.

Sicherheitsarchitektur sorgt für Kompatibilitätsprobleme

Auch die Sicherheitslandschaft von Windows 11 sorgt für Diskussionen. Die Spieleplattform GOG berichtet von Kompatibilitätsproblemen mit klassischer Software und älteren Spielen. Grund seien jüngste Sicherheitsänderungen wie der Administrator Protection-Modus, der die traditionelle Benutzerkontensteuerung (UAC) ersetzt. Ein Problem, das vor allem Retro-Gamer und Unternehmen mit alter Software trifft.

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Die experimentelle KI-Deinstallation bleibt vorerst auf die Vorschau-Version beschränkt. Einen Termin für die breite Veröffentlichung hat Microsoft noch nicht genannt.

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