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Windows 11: FBI überführt Hacker mit Tracking-Kennung GDID

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 15:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsofts hartnäckige Geräte-ID in Windows 11 half dem FBI bei der Überführung eines Hackers. Ein Opt-out ist nicht möglich.

Windows 11 GDID: FBI jagt Hacker mit unausschaltbarem Tracker
Schattenhafte Figur nutzt Laptop im Dunkeln, digitale Linien fließen vom Bildschirm, symbolisieren Datenverfolgung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Global Device Identifier (GDID) lässt sich nicht deaktivieren – und half nun dem FBI bei der Jagd auf einen Hacker.

Microsoft hat eingeräumt, dass Windows 11 über eine hartnäckige Tracking-Kennung verfügt, die selbst nach System-Updates aktiv bleibt. Der sogenannte Global Device Identifier (GDID) ist ein eindeutiger Code, der mit jeder Windows-Installation verknüpft ist. Nutzer können ihn weder löschen noch über die Datenschutzeinstellungen abschalten. Versuche, die Kennung zu deaktivieren, würden laut Microsoft zu Systeminstabilität führen – Windows-Aktivierung und Microsoft-Store-Apps wären dann nicht mehr funktionsfähig.

Wie der FBI den Hacker überführte

Die Wirksamkeit dieser Tracking-Technik zeigte sich zuletzt im Fall des 19-jährigen Peter Stokes. Der mutmaßliche Hacker der Gruppe Scattered Spider wurde im April 2026 in Helsinki festgenommen. Ermittler des FBI konnten Stokes' Aktivitäten über verschiedene Länder und Dienste hinweg mit dem GDID verknüpfen – darunter ngrok, Facebook und Snapchat. Entscheidend: Der Verdächtige nutzte zwar ein VPN, doch weil der GDID auf Betriebssystemebene arbeitet, konnten die Netzwerk-Tools ihn nicht verschleiern.

Was Nutzer tun können

Ein vollständiger Opt-out ist nicht möglich. Microsoft empfiehlt jedoch Maßnahmen, um die Datenmenge zu reduzieren:

  • Lokale Benutzerkonten statt Microsoft-Konten verwenden
  • Diagnose-Telemetrie auf das minimale Niveau beschränken
  • Aktivitätsverlauf deaktivieren

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Parallel zur Betriebssystem-Tracking führt Microsoft eine neue Funktion für Microsoft Teams ein: „Workplace Check-in" aktualisiert automatisch den Standort eines Mitarbeiters, sobald dieser sich mit bestimmten WLAN-Netzwerken oder Schreibtisch-Peripheriegeräten verbindet. Das Feature ist standardmäßig deaktiviert und erfordert sowohl die Freigabe durch den Administrator als auch die Zustimmung des Mitarbeiters. Microsoft betont, dass keine Standort-Historie gespeichert wird und die Überwachung außerhalb der Arbeitszeit endet.

Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der rund 80 Prozent der Arbeitgeber ihre Remote-Mitarbeiter überwachen – eine Praxis, die laut internen Studien bei 56 Prozent der Betroffenen Stress auslöst.

Juli-Update: KI gegen Sicherheitslücken

Mit dem Juli-2026-Update für Windows 11 integriert Microsoft zunehmend künstliche Intelligenz in den Entwicklungsprozess. KI-Modelle identifizieren Sicherheitslücken bereits in frühen Phasen der Softwareentwicklung. Menschliche Entwickler überprüfen die Ergebnisse im Rahmen eines überarbeiteten Sicherheitsmodells. Die monatlichen Patch-Tuesday-Updates sollen so umfassendere Fehlerbehebungen liefern.

Die wichtigsten Neuerungen des Updates im Überblick:

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  • Point-in-Time-Restore: Neue Wiederherstellungsoption für Systemzustände
  • Erweiterte Update-Steuerung: Updates lassen sich bis zu 35 Tage pausieren
  • Barrierefreiheit: Bildschirmtönung und präzisere Zoom-Steuerung für die Lupe
  • Leistungsverbesserungen: Optimierungen für Datei-Explorer und Bluetooth-Verbindungen
  • Sprachsteuerung: Erweiterte Sprachunterstützung für Voice Access

Für Nutzer, die Ablenkungen minimieren wollen, erlaubt die neue Version zudem die granulare Deaktivierung von Benachrichtigungen – darunter Setup-Hinweise, Browser-Alarme und Windows-Sicherheitsmeldungen.

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