Windows, Millionen

Windows 10: 400 Millionen PCs können nicht auf Windows 11 upgraden

28.05.2026 - 22:31:42 | boerse-global.de

HP sieht Wachstumschancen durch verbliebene Windows-10-Kunden und meldet steigende Umsätze. Ein Pentagon-Auftrag und neue Microsoft-Updates stützen die Entwicklung.

Windows 10: 400 Millionen PCs können nicht auf Windows 11 upgraden - Foto: über boerse-global.de
Windows 10: 400 Millionen PCs können nicht auf Windows 11 upgraden - Foto: über boerse-global.de

Rund 30 Prozent der HP-Kunden nutzen noch immer Windows 10 – und das soll den Computerhersteller in den kommenden Monaten beflügeln.

Trotz des offiziellen Support-Endes durch Microsoft im Oktober 2025 halten viele Unternehmen und Privatnutzer am alten Betriebssystem fest. HP-Präsident Ketan Patel sieht darin einen klaren Wachstumstreiber: Sobald diese Kunden auf Windows 11 umsteigen, dürften die Verkaufszahlen deutlich anziehen. Die Zwangsmodernisierung wird so zum finanziellen Rückenwind für den Konzern.

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Solide Quartalszahlen trotz Übergangsphase

HP hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt – und die können sich sehen lassen. Zwischen Februar und Ende April 2026 setzte der Konzern umgerechnet rund 13,2 Milliarden Euro um, ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn stieg auf etwa 413 Millionen Euro, nach 372 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Finanzchefin Karen Parkhill betonte, dass die Windows-11-Adoption inzwischen weltweit gleichauf liege. Sowohl in Europa, dem Nahen Osten und Afrika als auch im asiatisch-pazifischen Raum hätten die Umstiegsraten das Niveau Nordamerikas erreicht. Die Marktforscher von Gartner prognostizieren für 2026 ein globales Wachstum der IT-Ausgaben um 6,1 Prozent.

400 Millionen Rechner können nicht upgraden

Doch der Wechsel gestaltet sich schwieriger als erwartet. Rund 400 Millionen derzeit genutzte PCs erfüllen die strengen Hardware-Vorgaben für Windows 11 nicht. Grund sind die verpflichtenden TPM-2.0-Sicherheitschips und bestimmte Prozessoranforderungen. Für viele Unternehmen bedeutet das: komplette Neuanschaffung statt einfaches Update.

Microsoft hatte den kostenlosen Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 eingestellt. Für den Europäischen Wirtschaftsraum gibt es allerdings weiterhin verlängerte Sicherheitsupdates. Umweltaktivisten hatten zuvor scharf kritisiert, dass die strengen Hardware-Vorgaben die Elektroschrottberge weiter anwachsen lassen.

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Software-Hersteller ziehen Konsequenzen

Die Industrie reagiert längst auf das Ende von Windows 10. Bricsys kündigte an, dass BricsCAD V27.1 ab Oktober 2026 nur noch unter Windows 11 laufen wird. Die Version 26.2 ist damit die letzte, die mit dem alten Betriebssystem kompatibel ist.

Auch Spieleentwickler CD Projekt hat nachgezogen: Für „The Witcher 3" gelten nun Windows 11 und 12 Gigabyte RAM als Mindestvoraussetzung. Das Studio erklärte, künftig keine Spieletests mehr unter Windows 10 durchzuführen – die geplante Erweiterung „Songs of the Past" für 2027 erscheint exklusiv für das neue System.

Microsoft lockt mit Performance-Sprung

Um den Umstieg schmackhafter zu machen, hat Microsoft am 26. Mai ein optionales Vorschau-Update veröffentlicht. Der Patch KB5089573 ist Teil des internen „Project K2" und verspricht deutliche Geschwindigkeitsgewinne: Menüs sollen sich um bis zu 70 Prozent schneller öffnen, Anwendungen starten laut Microsoft um 40 Prozent flotter. Hinzu kommen neue Funktionen wie die NPU-Überwachung im Task-Manager und gemeinsamer Audio-Support für Bluetooth-LE-Geräte.

Milliarden-Deal mit dem Pentagon

Dass Microsoft auf dem Enterprise-Markt weiter wächst, zeigt ein Großauftrag aus den USA. Am 27. Mai vergab das US-Verteidigungsministerium einen Fünfjahresvertrag über umgerechnet rund 8,9 Milliarden Euro. Die „Core Enterprise Technology Agreement" genannte Vereinbarung bündelt Lizenzen für Microsoft 365 und Cloud-Dienste für alle Teilstreitkräfte einschließlich der Küstenwache.

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