WhatsApp Web: Gruppen-Videoanrufe starten direkt im Browser
11.06.2026 - 06:06:50 | boerse-global.de
Meta rüstet WhatsApp für die Fußball-WM 2026 auf: Gruppen-Videoanrufe kommen ins Web, dazu spezielle WM-Features und neue Sicherheitsfunktionen.
Der Messaging-Dienst mit über drei Milliarden Nutzern weltweit erweitert seinen Browser-Client grundlegend. Künftig lassen sich Gruppen-Sprachanrufe und Video-Calls direkt über WhatsApp Web starten – ein Schritt, der vor allem für Berufstätige und Vielnutzer am Desktop interessant ist. Die Funktion war bereits Anfang des Jahres in der Entwicklung und steht nun breit zur Verfügung.
Desktop-Funktionen auf dem Vormarsch
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WhatsApp reagiert damit auf einen klaren Trend: Immer mehr Unternehmen setzen auf integrierte Sprachlösungen in Chat-Plattformen. Branchenbeobachter berichten, dass Unternehmen durch die Kombination von Chat und Anruf ihre Konversionsraten teils von zwei auf 45 Prozent steigern konnten. Die neue Web-Funktion macht das Smartphone als Vermittler für Gruppenanrufe überflüssig.
Parallel dazu hat WhatsApp weitere Gruppen-Features eingeführt: Mitglieder-Labels, textbasierte Sticker und Ereignis-Erinnerungen sollen die Koordination in großen Chat-Gruppen erleichtern.
WM-Special: Interaktive Tools und KI-Assistent
Pünktlich zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die ab Juni in 16 Städten der USA, Mexikos und Kanadas ausgetragen wird, hat WhatsApp am 9. Juni ein umfangreiches Themen-Update veröffentlicht:
- Interaktive Inhalte: Ein animiertes Emoji des offiziellen Spielballs Adidas Trionda, spezielle WM-Sticker-Pakete und Video-Call-Effekte
- Info-Kanäle: Ein eigener Fußball-Bereich im Channels-Abschnitt mit Updates zu den 48 teilnehmenden Teams, Spielergebnissen und Countdowns
- KI-Integration: Der Meta-KI-Assistent Muse Spark liefert Echtzeit-Informationen zu Spielstatistiken, Spielerdaten und lokalen Public-Viewing-Orten für die 104 Spiele
Kanal-Administratoren können ihre Updates künftig auch direkt im Status teilen – ideal für Kurzform-Inhalte rund um die WM.
Brüssel greift durch: EU verlangt offene WhatsApp-API
Die EU-Kommission hat Meta am 9. Juni per einstweiliger Verfügung angewiesen, konkurrierenden KI-Assistenten kostenlosen Zugang zur WhatsApp Business API zu gewähren. Hintergrund ist eine Untersuchung von Metas bisheriger Praxis: Seit Ende 2025 hatte der Konzern Drittanbietern wie OpenAI und Microsoft Copilot den Zugriff verwehrt.
Meta hat fünf Werktage Zeit, die Anordnung umzusetzen – kündigte aber bereits an, Rechtsmittel einzulegen. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Sicherheit: Scam-Erkennung und Benutzernamen
WhatsApp arbeitet an einem „Scam Alert“-System, das direkt auf dem Gerät läuft. Die in Beta-Versionen gesichtete Funktion erkennt betrügerische Nachrichten von unbekannten Absendern – und das ohne die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu brechen. Die Analyse erfolgt lokal auf dem Smartphone.
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Bis Ende Juni sollen zudem Benutzernamen eingeführt werden. Nutzer können sich dann verbinden, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Sicherheitsexperten raten dennoch zur Vorsicht: Auch mit Benutzernamen bleibe ein Restrisiko für Identitätsbetrug.
Support-Ende für ältere Geräte
Wer ein älteres Smartphone nutzt, sollte die neuen Funktionen nicht mehr lange erwarten können. WhatsApp stellt den Support für Android 5.0 und 5.1 im September 2026 ein. Apple-Nutzer sind ab dem 30. November 2026 betroffen: Dann benötigt die App mindestens iOS 15.5. Die Änderung betrifft sowohl private als auch Business-Konten.
