WhatsApp-Sicherheit: Autodownload stoppen schützt vor VBScript-Malware
26.06.2026 - 00:35:02 | boerse-global.de
Experten raten dringend, die automatischen Downloads der App zu stoppen – sowohl aus Speicher- als auch aus Sicherheitsgründen.
Speicherfresser im Griff: So befreist du dein Handy
Technische Anleitungen von Ende Juni 2026 zeigen: Wer nicht aufpasst, sammelt schnell Unmengen an „Junk-Dateien" auf dem Smartphone an. Die Lösung ist simpel: In den Einstellungen unter „Speicher und Daten" lässt sich der automatische Medien-Download komplett deaktivieren. Stattdessen entscheiden Nutzer manuell, welche Fotos, Videos oder Dokumente wirklich auf dem Gerät landen.
Für iPhone-Besitzer gibt es eine clevere Alternative: Seit dem 23. Juni 2026 können sie für ausgewählte Chats die automatische Speicherung aktivieren. Einfach im Kontaktprofil die Option „Immer in Fotos speichern" wählen – so bleiben wichtige Medien erhalten, während der globale Autodownload ausgeschaltet bleibt.
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Malware-Gefahr: Warum der manuelle Download Leben retten kann
Doch es geht um mehr als Speicherplatz. Sicherheitsforscher von Kaspersky und der malaysischen Behörde MyCERT warnen vor einer weltweiten Malware-Kampagne gegen WhatsApp Desktop und Web. Die Täter nutzen gekaperte Accounts, um schädliche VBScript-Dateien zu verschicken – getarnt als harmlose Geschäftsdokumente wie Finanzberichte oder Kontoauszüge.
Der Trick: Die .vbs-Dateien installieren eine Fernwartungssoftware, die Passwörter und Einmalcodes (OTPs) stiehlt. Branchenexperten sehen im deaktivierten Autodownload die erste Verteidigungslinie. Denn erst die manuelle Entscheidung, eine Datei zu öffnen, schützt vor versehentlicher Ausführung. Besonders gefährlich: Dateien mit den Endungen .vbs, .exe oder .bat – selbst von bekannten Kontakten, deren Accounts kompromittiert sein könnten.
Neue Schutzfunktionen: WhatsApp rüstet auf
WhatsApp selbst reagiert auf die Bedrohungslage. Seit dem 24. Juni 2026 rollt die Plattform eine Sicherheitspause aus: Erscheint eine Nachricht von einer unbekannten Nummer, zeigt die App eine Warnung mit Informationen zum Herkunftsland und gemeinsamen Gruppen an.
Noch einen Schritt weiter geht eine Betrugswarnung, die sich derzeit in der Testphase befindet. Sie soll Nutzer automatisch alarmieren, wenn Nachrichten von verdächtigen Nummern eingehen. Parallel dazu gibt es neue Hinweise zu unbekannten verknüpften Geräten – ein Schutz gegen sogenannte GhostPairing-Angriffe, bei denen Täter über gefälschte Fotolinks und Pairing-Codes versuchen, Accountzugriff zu erlangen.
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Wer sein WhatsApp-Erlebnis noch sicherer machen möchte, sollte zudem Chat-Sperren für die Privatsphäre, die Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Account und verschwindende Nachrichten zur Datenminimierung nutzen. Die Botschaft der Experten ist klar: Wer die Kontrolle über seine Daten behalten will, muss sie sich aktiv nehmen.
