WhatsApp-Betrug: Trojaner stiehlt Tokens für Finanztransaktionen
23.06.2026 - 10:34:26 | boerse-global.de
Kriminelle kombinieren Malware-Angriffe mit Identitätsdiebstahl, um Finanztransaktionen in Unternehmen auszulösen.
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So gehen die Angreifer vor
Die Täter geben sich als Vertreter von Regulierungsbehörden aus – etwa der indischen Zentralbank. Die Kontaktaufnahme erfolgt per E-Mail oder über WhatsApp. Die Kriminellen versenden ZIP-Archive mit angeblich wichtigen Dokumenten.
In den Archiven versteckt sich Schadsoftware: ausführbare Dateien (.exe) oder Programmbibliotheken (.dll). Öffnet ein Empfänger diese Dateien auf einem Windows-System, infiziert ein Trojaner das Gerät.
Das Hauptziel der Malware: WhatsApp-Web-Tokens stehlen. Damit erlangen die Angreifer Zugriff auf die aktive WhatsApp-Web-Sitzung des Opfers – unbemerkt.
Manipulation und Finanzbetrug
Mit der Kontrolle über das Konto der Führungskraft kontaktieren die Betrüger Mitarbeiter der Finanzabteilung. Die Nachrichten stammen scheinbar vom vertrauten Account des Vorgesetzten. Die Täter fordern dringende Überweisungen auf Konten von Strohmännern.
In einigen Varianten manipulieren die Angreifer Kontaktlisten auf den infizierten Geräten. Oder sie nutzen eine zweite Mobilfunknummer unter dem Namen der Führungskraft. In besonders schweren Fällen übernimmt der Trojaner das gesamte Windows-Endgerät.
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Prävention: So schützen sich Unternehmen
Das I4C und das Innenministerium raten zu erhöhter Wachsamkeit. Finanzielle Transaktionen per Messenger oder E-Mail sollten grundsätzlich über einen zweiten Kanal verifiziert werden – etwa durch einen direkten Sprachanruf.
IT-Abteilungen sollten Software-Richtlinien implementieren, die das Ausführen von .exe- oder .dll-Dateien aus Benutzerprofilen blockieren. Nutzer sollten regelmäßig die Liste der verknüpften Geräte in WhatsApp prüfen und unbekannte Sitzungen beenden.
Sicherheitssoftware muss stets aktuell sein. Dateien aus unbekannten Quellen sollten nicht installiert werden. Verdachtsfälle können in Indien über die nationale Hotline oder das offizielle Webportal für Cyberkriminalität gemeldet werden.
