Digitale Teilhabe: Frankfurt zahlt 250 Euro für Tablets und Laptops
23.06.2026 - 10:39:18 | boerse-global.de
Das Konzept des digitalen Spaziergangs verbindet Bewegung an der frischen Luft mit praktischer Technik-Schulung.
Ein Paradebeispiel: In Hamburg-Poppenbüttel führt Alexander Boers vom dortigen Digitalcafé Senioren über eine 1,5 Kilometer lange Strecke auf dem Gelände des Hospitals zum Heiligen Geist. Auch Menschen mit Gehbeeinträchtigungen können mitmachen. Sie lernen den Umgang mit Technik in einer mobilen Umgebung – ohne am Tisch zu sitzen.
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Gesundheitswanderungen für Demenzkranke
Noch spezifischer wird es in Potsdam. Für den 27. Juni 2026 planen die Organisationen Wanderkonzepte und die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg eine sechs Kilometer lange Gesundheitswanderung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Fachliche Begleitung ist garantiert.
Das Ziel: Physische Aktivität in einem geschützten Rahmen ermöglichen.
Breite Bildungsinfrastruktur entsteht
Neben den Outdoor-Angeboten wächst die stationäre Lerninfrastruktur. In Dresden betreibt der Verein Sonay soziales Leben e.V. gemeinsam mit riesa efau von März bis Dezember 2026 ein barrierefreies Digitalcafé für Menschen ab 60 Jahren.
In Rosbach v.d. Höhe bietet die Stadt kostenfreie Einzel- oder Kleinstgruppenschulungen an – zu Themen wie Internetsicherheit, Videokonferenzen und Gesundheitsdiensten im Netz.
Wissenschaftliche Begleitung und KI-Fokus
Die Forschung zieht nach. Beim Treffen des Digitallotsen-Netzwerks im Landkreis Donau-Ries am 22. Juni 2026 in Mertingen sprach Christina Klank von der LMU München über die spezifischen Anforderungen des Lernens im hohen Alter. Für den Herbst 2026 ist eine neue Ausbildungsreihe für Digitallotsen angekündigt.
In Georgsmarienhütte stand künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Die Referentin Petra Rollfing erklärte vor etwa 35 Teilnehmern, wie Sprachassistenten und Navigationsdienste den Alltag erleichtern – und sprach offen über Datenschutz und Sicherheitsrisiken.
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250 Euro Zuschuss für bedürftige Senioren
Ein großes Hindernis bleibt der Zugang zur Hardware. Die Stadt Frankfurt springt hier mit dem Projekt „Digitale Teilhabe im Alter“ (DiTA) ein. Senioren über 65 Jahren mit geringem Einkommen erhalten einen Zuschuss von 250 Euro für Laptops, Tablets oder Smartphones.
Der Frankfurter Almosenkasten steuert 26.000 Euro bei, das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt bis Mai 2027.
Roboter und Exoskelette in der Pflege
Auch in stationären Einrichtungen hält die Digitalisierung Einzug. Das Seniorenpflegezentrum Wustermark (Havelland Kliniken) testet im Juni 2026 gleich mehrere Technologien: den Betreuungsroboter Willi, Exoskelette für körperlich schwere Arbeiten und interaktive Systeme wie Silverfit 3D und CareTable.
Die Botschaft ist klar: Technische Assistenzsysteme werden fester Bestandteil der pflegerischen Versorgung – und sollen sowohl die Lebensqualität der Bewohner steigern als auch das Personal entlasten.
