Wechseljahre, Pflanzenextrakt

Wechseljahre: Pflanzenextrakt wirkt über Serotonin statt Östrogen

18.06.2026 - 11:53:12 | boerse-global.de

Ein standardisierter Dreifach-Extrakt asiatischer Heilpflanzen zeigt in Studien Wirksamkeit bei Hitzewallungen und Schlafstörungen.

EstroG-100®: Pflanzenextrakt lindert Wechseljahresbeschwerden über Serotonin
Wechseljahre - Eine Hand hält ein grünes Blatt, mit verschwommenen Pillen im Hintergrund, symbolisiert pflanzliche Medizin und Forschung. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein standardisierter Pflanzenextrakt aus drei asiatischen Heilpflanzen zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Wechseljahresbeschwerden. EstroG-100® verzichtet komplett auf Phytoöstrogene und wirkt stattdessen über das Serotonin-System.

Anderer Wirkmechanismus als herkömmliche Präparate

Der Extrakt vereint die Wirkstoffe von Cynanchum wilfordii, Phlomis umbrosa und Angelica gigas. Anders als klassische Mittel binden die Inhaltsstoffe nicht an Östrogenrezeptoren. Wissenschaftler vermuten, dass die Wirkung über serotonerge Bahnen im Körper abläuft.

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Mehrere klinische Studien untermauern die Wirksamkeit. Eine Untersuchung von Chang et al. aus dem Jahr 2012 mit 64 Probanden zeigte Verbesserungen beim Kupperman-Index. Lee et al. bestätigten die Ergebnisse 2014 mit 119 Teilnehmern anhand der Menopause Rating Scale. Eine weitere Studie von Kim et al. mit über 100 Probanden aus dem Jahr 2017 lieferte zusätzliche Belege.

In Deutschland kommt die Kombination im Produkt menoelle® zum Einsatz. Die US-Lebensmittelbehörde FDA hat die Sicherheit des Extrakts im Rahmen der GRAS-Notifizierung (Notice GRN 506) bestätigt.

Rohstoffsicherung: Delegation besichtigt Anbaumodelle

Die Versorgung mit hochwertigen Pflanzenrohstoffen bleibt eine zentrale Herausforderung. Am 17. und 18. Juni besichtigten offizielle Delegationen in der vietnamesischen Region Lao Cai verschiedene Anbaumodelle für Arzneipflanzen.

Hoang Thi Thanh Binh, stellvertretende Vorsitzende des Provinzvolksrats, leitete die Inspektion. In Gemeinden wie Ta Phin und Pung Luong wurden die Fortschritte begutachtet.

In Ta Phin umfasst die Anbaufläche rund 106 Hektar. Davon entfallen 40 Hektar auf Chua Du, 20 Hektar auf Ngai Cuu und 4 Hektar auf Artischocken. Die jährliche Gesamtproduktion liegt bei etwa 1.900 Tonnen. Vier unterschiedliche Modelle kommen hier zum Einsatz. Lokale Akteure fordern mehr Unterstützung bei der industriellen Verarbeitung und beim Markenaufbau.

Genossenschaften setzen auf Spezialisierung

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In Pung Luong zeigt sich eine andere Strategie: Hier konzentriert man sich auf hochwertige Wurzel- und Samenpflanzen. Die Genossenschaft Púng Luông kultiviert auf über 5 Hektar Sorten wie Panax notoginseng, Ngoc-Linh-Ginseng und Lai-Chau-Ginseng sowie die Goldorchidee. Hinzu kommen großflächige Anbaugebiete für Amomum xanthioides und Kardamom, die zusammen rund 600 Hektar einnehmen.

Die Struktur ist kleinteilig: Einzelne Haushalte bewirtschaften Flächen von etwa 2.000 Quadratmetern. Genossenschaftliche Ansätze professionalisieren diese Anbauweise zunehmend. Ziel ist es, die Standards für die pharmazeutische Weiterverarbeitung zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu sichern.

Während die Forschung die Wirksamkeit der Extrakte bestätigt, schaffen die Anbauregionen die infrastrukturelle Basis für die globale Verfügbarkeit.

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