Waymo-Angriff in Los Angeles: Täter zerstört Robotaxi in East Hollywood
Veröffentlicht am: 13.07.2026 um 23:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 11. Juli 2026, gegen 13:35 Uhr, griff ein Mann im Alter von 25 bis 35 Jahren ein Waymo-Robotaxi an der Kreuzung von Sunset Boulevard und Edgemont Street an. Videoaufnahmen zeigen, wie der Täter auf das Fahrzeug kletterte, die Windschutzscheibe zertrümmerte und einen Sensor vom Dach riss.
Die Polizei von Los Angeles nahm den Verdächtigen noch am Tatort fest. Das Fahrzeug erlitt erheblichen Schaden. Ob sich Passagiere im Wagen befanden, blieb zunächst unklar. Waymo äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall oder den Reparaturkosten.
Behörden erhöhen Druck auf autonome Branche
Der Angriff in Los Angeles fällt in eine Zeit wachsender regulatorischer Anspannung. Bereits am 8. Juli 2026 forderte Jonathan Morrison, Chef der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, von den Herstellern autonomer Fahrzeuge konkrete Lösungen für Probleme mit Einsatzkräften. Die Frist läuft Ende Juli.
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Waymo steht dabei besonders im Fokus. Bei den Feuerwerksfeierlichkeiten zum 4. Juli in San Francisco blieben mehrere Robotaxis im Verkehr stecken. Die Batterien entluden sich, zahlreiche Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Dennoch treibt das Unternehmen seine Expansion voran. Waymo startete kürzlich fahrerlose Einsätze in Las Vegas. Denver, San Diego und Tampa stehen als Nächste auf der Liste. Zur Untermauerung der Sicherheitsbilanz veröffentlichte Waymo zudem peer-reviewte Studien.
Rechtsstreit und Wettbewerb verschärfen sich
Die Branche kämpft mit komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen. In San Mateo, Kalifornien, meldete die Polizei einen kuriosen Fall: Ein Waymo-Fahrzeug alarmierte die Behörden, nachdem zwei 15-jährige Insassen Alkohol tranken und mit einer Gel-Pistole hantierten. Der Wagen stoppte und lieferte die Jugendlichen praktisch den Beamten aus.
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In Washington, D.C., zeichnet sich ein Riss zwischen den großen Playern ab. Eine geplante Gesetzesvorlage würde fahrerlose Fahrten im Bezirk erlauben – bei einer Steuer von 15 Cent pro Meile und einer Haftpflichtversicherung von fünf Millionen Dollar. Waymo unterstützt den Entwurf, Uber lehnt ihn ab. Der Fahrdienst-Veteran lobbyiert für ein Hybridmodell, das Robotaxis zwingt, in Netzwerken mit menschlichen Fahrern zu operieren.
Die Partnerschaft zwischen Uber und Waymo in Phoenix ist unterdessen ausgelaufen. Die Konkurrenz schläft nicht: Tesla startete am 4. Juli einen unbeaufsichtigten Robotaxi-Dienst auf 36 Quadratkilometern in Miami.
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