watchOS 27: Apple macht die Watch zum KI-Assistenten
19.06.2026 - 03:34:07 | boerse-global.de
Apple hat die Entwickler-Beta von watchOS 27 veröffentlicht – und setzt damit den nächsten großen Schritt in Richtung künstliche Intelligenz am Handgelenk. Das Update, das auf der WWDC am 8. Juni 2026 angekündigt wurde, soll die Apple Watch in ein dediziertes KI-Wearable verwandeln. Eine öffentliche Beta ist für Juli geplant, der finale Release für September.
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Siri bekommt ein KI-Update
Das Herzstück von watchOS 27 ist Siri AI – eine grundlegende Überarbeitung des Sprachassistenten auf Basis des Apple-Intelligence-Frameworks. Die neue Siri-App auf der Uhr verspricht deutlich besseres Kontextverständnis und kann komplexere Aktionen in verschiedenen Apps ausführen.
Besonders spannend: Die Funktion Call Context hilft während Telefonaten, indem sie relevante Informationen wie Bestätigungscodes erkennt und anzeigt. Allerdings gibt es einen Haken: Die erweiterten KI-Fähigkeiten benötigen zwingend ein verbundenes iPhone 15 Pro oder neuer. In der ersten Entwickler-Beta Mitte Juni war die Funktion noch nicht aktiv.
Apple-Manager David Clark und Kate Dooley betonen, dass das Ziel ein intelligenter Begleiter sei, der durch geräteübergreifende KI-Historien lernt. „Die Apple Watch soll mehr sein als ein Fitness-Tracker – sie wird zum persönlichen Assistenten am Handgelenk", so die Botschaft aus Cupertino.
Neues Design und erweiterte Gestensteuerung
Mit dem Update hält ein neues visuelles Konzept Einzug: das Liquid Glass Design. Das dynamische App-Raster und überarbeitete Icons für Karten und Musik sollen die Bedienung intuitiver machen. Auch der Smart Stack, die Widget-Sammlung auf dem Zifferblatt, wurde verbessert. Er zeigt nun zeitkritische Informationen wie Fahrkarten, Schlafalarme, geparkte Autos oder Geburtstage.
Apple erweitert zudem die Gestensteuerung. Eine neue Ein-Tipp-Geste – Zeigefinger und Daumen einmal zusammendrücken – wählt gezielt Widgets im Smart Stack aus. Das ergänzt die bekannte Doppeltipp-Geste für Hauptaktionen und das Handgelenk-Schütteln zum Schließen von Menüs. Das Ergebnis: eine deutlich robustere, freihändige Navigation.
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Fitness und Gesundheit: Mehr Unabhängigkeit
Im Fitnessbereich bringt watchOS 27 den Workout Buddy – ein Feature für eigenständigere Trainingseinheiten ohne iPhone in der Nähe. Die Schrittzählung zwischen Fitness- und Health-App soll nun besser synchronisiert laufen.
Bei der Gesundheitsüberwachung erweitert Apple die Zyklusverfolgung um spezifische Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren. Ältere Funktionen wie Walkie-Talkie fallen dagegen weg – Cupertino setzt stattdessen auf Stabilität und Leistung. Branchenbeobachter vermuten, dass der lange erwartete KI-gestützte Gesundheitscoach (intern „Project Mulberry") zugunsten von Systemstabilität verschoben wurde.
Strengere Hardware-Anforderungen
Die Find My-App wird vereinheitlicht und bündelt alle Tracking-Funktionen in einer Oberfläche. Sie unterstützt die präzise Ortung von iPhone, AirTag 2 und AirPods Pro 3. In bestimmten Regionen erlaubt die Wallet-App nun auch benutzerdefinierte Pässe.
Die Kompatibilität fällt strenger aus als bei früheren Versionen: watchOS 27 benötigt mindestens eine Apple Watch Series 9, eine Ultra 2 oder die dritte Generation der Apple Watch SE. Ältere Modelle – inklusive der ersten Ultra sowie Series 8 und früher – werden nicht unterstützt.
Die finale Version von watchOS 27 erscheint voraussichtlich im September 2026, zeitgleich mit der jährlichen iPhone-Vorstellung. Die ersten KI-Funktionen starten auf Englisch, bestimmte Intelligenz-Features werden für Nutzer in der Europäischen Union voraussichtlich später verfügbar sein.
