Apple, KI-Funktionen

watchOS 27: Apple baut KI-Funktionen massiv auf Smartwatch aus

29.06.2026 - 17:16:05 | boerse-global.de

Apple bringt mit watchOS 27 umfangreiche KI-Funktionen auf die Uhr. Siri wird schneller, doch viele ältere Modelle erhalten kein Update mehr.

watchOS 27 Beta: Apples KI-Offensive für die Smartwatch
Apple - Nahaufnahme eines Apple Watch-Zifferblatts mit abstrakter, leuchtender KI-Grafik, die Apple Intelligence symbolisiert. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple hat die zweite Entwickler-Beta von watchOS 27 veröffentlicht und erweitert damit seine KI-Funktionen massiv auf die Smartwatch. Die neue Software integriert Apple Intelligence tief ins System und setzt auf deutlich mehr Rechenleistung direkt auf dem Gerät. Die öffentliche Version soll im September 2026 erscheinen.

Siri wird schneller und intelligenter

Das Update revolutioniert die Siri-Nutzung auf der Apple Watch. Rund 80 Prozent der Verarbeitung finden nun direkt auf der Uhr statt – die Antwortzeiten halbieren sich dadurch. Siri versteht natürliche Sprache, bearbeitet mehrstufige Anfragen und bietet eine „Type to Siri“-Schnittstelle.

Neu ist die Übersetzungsfunktion für über 20 Sprachen sowie eine verbesserte HomeKit-Integration. Bei komplexeren Anfragen greift das System auf Private Cloud Compute zurück, ohne die Privatsphäre zu gefährden. Besonders sensibel: Gesundheitsdaten bleiben vollständig auf dem Gerät. Für Workouts und Benachrichtigungen nutzt Apple Intelligence nun Zusammenfassungen und Trainingsassistenten.

Alte Modelle raus – neue Features rein

Der KI-Sprung hat drastische Konsequenzen für die Hardware-Kompatibilität. watchOS 27 unterstützt folgende Modelle nicht mehr:

  • Apple Watch Series 6, 7 und 8
  • Apple Watch SE (2. Generation)
  • Apple Watch Ultra (1. Generation)

Selbst auf neueren Uhren benötigen bestimmte Siri-KI-Funktionen ein iPhone 15 Pro oder neuer. Die Apple Watch Ultra 3 erhält exklusive Extras: einen „Workout Buddy“, der unabhängig vom iPhone läuft, sowie präzise Ortung über das „Wo ist?“-Netzwerk und verbesserte Akkulaufzeit.

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Technischer Unterbau und Entwickler-Tools

Apple baut sein Team aus: Erst Anfang Juni schrieb das Unternehmen Stellen für Software-Ingenieure in London aus – speziell für Private Cloud Compute und On-Device-Frameworks. Die neuen Mitarbeiter entwickeln Swift-basierte Dienste für KI-Inferenz und Streaming-Protokolle.

Die Beta bringt zudem optische Verfeinerungen: Das Liquid-Glass-Display wurde angepasst, neue Icons hinzugefügt. Die Walkie-Talkie-Funktion ist dagegen verschwunden. Stabilität und Performance stehen im Vordergrund. Ein „Project Mulberry“-KI-Coach für Gesundheit scheint sich hingegen zu verzögern.

Preisschock und Chip-Diplomatie

Die Software-Updates kommen zu einer Zeit massiver Preissteigerungen bei Apple. Wegen explodierender Komponentenkosten – vor allem bei Speicher – verteuerten sich viele Geräte um 10 bis 50 Prozent. Das MacBook Pro kostet rund 300 Euro mehr, die Vision Pro liegt jetzt bei über 4.500 Euro.

Um die Lieferketten zu sichern, hat Apple offenbar eine Genehmigung der US-Regierung beantragt, Chips vom chinesischen Hersteller CXMT zu beziehen.

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Wettbewerb schläft nicht

Während Apple seine Wearable-KI ausrollt, treiben auch die Konkurrenten die Effizienz voran. Erst am 28. Juni 2026 gab Google die allgemeine Verfügbarkeit von Gemini 3.1 Flash-Lite bekannt – ein Modell, das die Kosten für KI-Agenten um 60 Prozent senken soll. Der Branchentrend ist klar: Leistungsfähige KI muss bezahlbar bleiben.

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