Wasservergiftung, DGE

Wasservergiftung: DGE warnt Sportler vor zu viel Wasser

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 16:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die DGE warnt vor Hyponaträmie durch übermäßiges Trinken. Energy Drinks und Alkohol sind bei Hitze tabu, Wasser und Saftschorlen ideal.

DGE-Warnung: Zu viel Wasser kann für Sportler bei Hitze gefährlich werden
Ein Glas Wasser mit Zitrone und eine Saftschorle auf einem Holztisch bei sommerlichem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalts stellt insbesondere bei hohen sommerlichen Temperaturen eine gesundheitliche Notwendigkeit dar. Während Dehydrierung ein bekanntes Risiko ist, rücken Experten zunehmend auch die Gefahren einer übermäßigen Wasseraufnahme in den Fokus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist in diesem Zusammenhang auf das Risiko einer sogenannten Wasservergiftung hin, die insbesondere im sportlichen Bereich auftreten kann.

Die Gefahr der Wasservergiftung im Leistungssport

Eine Wasservergiftung, medizinisch als Hyponaträmie bezeichnet, entsteht durch eine übermäßige Zufuhr von Flüssigkeit in kurzer Zeit, was zu einer gefährlichen Verdünnung der Natriumkonzentration im Blut führt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnt davor, dass Sportler durch eine zu hohe Aufnahme von mineralstoffarmem Wasser ihre Elektrolytbalance gefährden könnten. Dies könne im Extremfall zu Hirnödemen und schweren gesundheitlichen Komplikationen führen.

Im professionellen und ambitionierten Breitensport werde daher empfohlen, die Flüssigkeitszufuhr kontrolliert und dem tatsächlichen Verlust anzupassen, anstatt präventiv übermäßige Mengen zu konsumieren.

Geeignete Getränke für die Flüssigkeitsbilanz

Für die allgemeine Bevölkerung sowie bei moderater körperlicher Betätigung bei Hitze empfiehlt die DGE eine gezielte Auswahl an Durstlöschern. Als besonders geeignet gelten Wasser, ungesüßte Tees sowie Saftschorlen. Diese Getränke unterstützten den Körper dabei, den durch Schwitzen entstandenen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, ohne den Organismus mit unnötigen Zusatzstoffen zu belasten.

Anzeige

Wer bei Hitze trainiert, riskiert nicht nur Dehydrierung – auch zu viel Wasser kann gefährlich werden. Die DGE warnt vor Wasservergiftung. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Trinkmenge richtig dosieren und die besten Durstlöscher wählen. Jetzt kostenlosen Leitfaden sichern

Saftschorlen böten zudem den Vorteil, dass sie neben Flüssigkeit auch geringe Mengen an Mineralstoffen und Kohlenhydraten liefern, was die Resorption im Darm fördern könne. Experten raten dazu, über den Tag verteilt regelmäßig kleine Mengen zu trinken, um die Belastung für den Kreislauf zu minimieren.

Kritische Bewertung von Energy Drinks und Alkohol

Von dem Konsum bestimmter Getränkeklassen rät die DGE bei hohen Temperaturen ausdrücklich ab. Energy Drinks gelten aufgrund ihres hohen Gehalts an Koffein und Zucker als ungeeignete Durstlöscher. Der Koffeingehalt in diesen Produkten ist oft erheblich: Eine handelsübliche 250-ml-Dose mit einer Konzentration von 320 mg/l Koffein enthält 80 mg des Wirkstoffs. Bei einer 500-ml-Dose steigt dieser Wert auf 160 mg an.

Anzeige

Energy Drinks und Alkohol sind bei Hitze tabu – aber was trinken Sie stattdessen? Unser Leitfaden liefert eine klare Checkliste für geeignete Durstlöscher und zeigt, wie Sie Warnsignale wie Kopfschmerzen oder Übelkeit erkennen. Checkliste jetzt kostenlos anfordern

Zur Einordnung dieser Mengen ziehen Fachleute die Einschätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) heran. Das Institut erachte eine Einzeldosis von bis zu 200 mg Koffein sowie eine tägliche Gesamtaufnahme von bis zu 400 mg für gesunde Erwachsene als gesundheitlich unbedenklich. Durch den schnellen Konsum großer Mengen von Energy Drinks bei Hitze könne diese Grenze jedoch rasch erreicht werden, was die Belastung für das Herz-Kreislauf-System erhöht.

Zudem warnt die DGE vor dem Konsum von Alkohol während Hitzeperioden. Alkohol wirke harntreibend und fördere dadurch den weiteren Flüssigkeitsverlust des Körpers. Dies könne die Entstehung von Kreislaufproblemen begünstigen und die Fähigkeit des Organismus zur Thermoregulation erheblich einschränken. Stattdessen solle der Fokus auf regenerativen und hydrierenden Getränken liegen, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit bei sommerlichen Extremwerten zu erhalten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69928215 |