Wasser beim Essen: Studie widerlegt Abnehm-Mythos
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wasser während der Mahlzeiten gilt als Geheimtipp zum Abnehmen. Doch eine neue Studie stellt diese Annahme infrage.
Forscher der Cornell University und der Pennsylvania State University untersuchten den Effekt von Wasser auf das Sättigungsgefühl. Das Ergebnis: Probanden, die während des Essens tranken, nahmen am Ende sogar mehr Kalorien zu sich.
Die unter Laborbedingungen durchgeführte Studie mit 86 Teilnehmern zeigte einen statistisch signifikanten Zusammenhang. Die Forscher betonen jedoch: Eine Kausalität sei bislang nicht belegt. Zudem bleibe unklar, ob sich das Ergebnis auf den Alltag übertragen lässt.
Vertrauen auf körpereigene Signale
Ernährungswissenschaftler raten gesunden Menschen deshalb, auf ihren Körper zu hören. Ein Experte betonte im Juli 2026: Durst sei ein präzises Regelsystem, kein spätes Notsignal. Die Devise lautet: Bei Hunger essen, bei Durst trinken.
Ausnahmen gelten für ältere Menschen, bei Medikamenteneinnahme oder intensiver körperlicher Belastung.
Gelatine als Sättigungshilfe?
Ein weiterer Trend verspricht Sättigung durch Gelatine vor den Mahlzeiten. Mit 8 bis 10 Gramm Protein pro Esslöffel kann sie kurzfristig den Hunger dämpfen.
Doch eine Studie der Universität Maastricht zeigt: Der Effekt hält nicht an. Nach acht Wochen war kein signifikanter Vorteil bei der Gewichtsabnahme messbar – im Vergleich zu anderen Proteinquellen.
Schnelle Diäten: Kein Jo-Jo-Effekt?
Die neue Studie der Cornell University zeigt: Wasser beim Essen kann die Kalorienaufnahme sogar erhöhen. Wer wirklich abnehmen will, braucht fundierte Strategien. In diesem kostenlosen Report finden Sie die 5 bewährten Methoden für nachhaltigen Gewichtsverlust – wissenschaftlich geprüft und ohne Jo-Jo-Effekt. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Gute Nachrichten für alle, die schnell abnehmen wollen. Eine norwegische Studie widerlegt den sogenannten Jo-Jo-Mythos.
Die Untersuchung von Dr. Line Kristin Johnson wurde im Mai 2026 auf dem Europäischen Kongress für Adipositas in Istanbul vorgestellt. 284 Erwachsene mit Adipositas nahmen teil. Die Gruppe mit einer extremen Kalorienreduktion (unter 1.000 kcal täglich) verlor nach einem Jahr durchschnittlich 14,4 Prozent ihres Körpergewichts. Die moderate Gruppe erreichte 10,5 Prozent.
Ein verstärkter Jo-Jo-Effekt trat bei der schnellen Abnehm-Methode nicht auf.
Bulletproof Coffee: Fettbombe oder Fatburner?
Kaffee mit Butter und Kokosöl – das Trendgetränk liefert pro Tasse 200 bis 250 Kalorien. Eine Expertin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erklärt: Die enthaltenen MCT-Fette können den Energieverbrauch und die Fettverbrennung kurzfristig erhöhen.
Nach etwa zwei Wochen lasse dieser Effekt jedoch nach. Wissenschaftliche Belege für eine gezielte Gewichtsabnahme durch Bulletproof Coffee fehlen. Entscheidend bleibt die negative Energiebilanz. Die Verträglichkeit von MCT-Fetten liegt bei maximal 60 Gramm pro Tag.
Fibermaxxing: Gefährlicher Ballaststoff-Trend
Ein Social-Media-Trend treibt die Ballaststoffzufuhr in extreme Höhen. Ziel des „Fibermaxxing“: deutlich mehr als die empfohlenen 25 bis 30 Gramm pro Tag.
Schnelle Diäten sind riskant? Eine norwegische Studie mit 284 Teilnehmern zeigt: Auch unter 1.000 kcal täglich ist kein verstärkter Jo-Jo-Effekt zu befürchten. Aber welche Methode passt zu Ihnen? Der Report liefert eine klare Checkliste: Mythen vs. Fakten – damit Sie nicht auf Trend-Diäten hereinfallen. Mythen-Checkliste jetzt sichern
Der Markt für entsprechende Produkte wächst rasant und soll 2026 ein Volumen von 9,47 Milliarden US-Dollar erreichen. Experten warnen jedoch: Ab 50 bis 60 Gramm täglich drohen erhebliche Darmbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall.
Isolierte Ballaststoffe wie Inulin haben zudem nicht die gleiche Wertigkeit wie ballaststoffreiche Vollwertkost. Wer die Zufuhr erhöhen will, sollte dies schrittweise tun und ausreichend trinken.
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