Vitamin-Mangel im Alter: Über 50% der Senioren unterversorgt
07.06.2026 - 23:31:38 | boerse-global.de
Besonders Beta-Carotin aus Karotten gilt als wichtiger Lieferant. Eine mittelgroße Karotte (etwa 60 Gramm) deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen.
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Die Bioverfügbarkeit von Beta-Carotin lässt sich deutlich verbessern. Wer das Gemüse fein zerkleinert und gleichzeitig Fett zu sich nimmt, kann mehr von dem Provitamin verwerten. Allerdings: Auch die beste Vitaminversorgung korrigiert keine Fehlsichtigkeiten. Eine Brille bleibt unverzichtbar.
Versorgungslücke im Alter
Ein klinischer Vitaminmangel ist in Deutschland selten – bei Senioren sieht das anders aus. Eine Studie im Fachjournal Nutrients analysierte 1.000 Blutproben von Menschen zwischen 65 und 93 Jahren. Ergebnis: Über 50 Prozent der Teilnehmer hatten zu wenig Vitamin D, rund 25 Prozent litten unter Vitamin-B12-Mangel.
Die Ursachen liegen auf der Hand. Die Magensäureproduktion lässt nach, die Aufnahme von Nährstoffen wird schwieriger. Auch der Hautstoffwechsel verändert sich. Besonders bei Vitamin A ist Vorsicht geboten: Als fettlösliches Vitamin wird es im Fettgewebe und in der Leber gespeichert. Wer unkontrolliert supplementiert, riskiert eine Überdosierung. Mediziner raten dringend zur ärztlichen Abklärung.
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Kombipräparate boomen
Die Industrie hat den Bedarf erkannt. Komplexe Präparate wie „Augen Extra Tag + Nacht“ von Queisser Pharma kombinieren 20 mg Lutein und 1 mg Zeaxanthin mit den Vitaminen A, C, E sowie Zink und Kupfer. Zink unterstützt gemeinsam mit Vitamin A die normale Sehkraft.
Auch Omega-3-Fettsäuren spielen eine Rolle. Täglich 250 mg DHA gelten als förderlich für die Sehfunktion. Die Produkte richten sich an Verbraucher, die altersbedingten Degenerationsprozessen vorbeugen wollen.
Schutz von innen
Carotinoide und Antioxidantien können mehr als nur die Augen schützen. Lycopin aus Tomatenmark und Beta-Carotin unterstützen den Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung. Der Effekt baut sich über Wochen auf – ersetzt aber keinen Sonnenschutz.
Ernährungsberater empfehlen daher Karotten- oder Tomatensaft. Die Getränke liefern nicht nur Vitamine, sondern wirken auch entzündungshemmend. Ein aktueller WHO-Bericht vom Juni 2026 fordert zudem weltweit bessere Lebensmittelkontrollen, um gesundheitliche Langzeitschäden zu vermeiden.
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