Vitamin, MK-7

Vitamin K2: MK-7 verlangsamte Gefäßverkalkung in einer Studie um ein Viertel

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 13:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

MK-7 bremste den Verkalkungsanstieg in einer Studie, doch ein Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall ist nicht belegt.

Vitamin K2 MK-7: Studie zeigt langsamere Gefäßverkalkung
Ein gewundener Gebirgsfluss, der durch eine felsige Schlucht fließt und die natürliche Durchblutung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Ablagerungen in den arteriellen Blutgefäßen zählen zu den zentralen Risikofaktoren für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Debatte über präventive Ansätze steht vermehrt das Nahrungsergänzungsmittel Vitamin K2 in der Form MK-7 im Fokus der Forschung. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen differenzierte Ergebnisse darüber, welchen Beitrag der Mikronährstoff zur Gefäßgesundheit leisten kann und wo die therapeutischen Grenzen liegen.

Verlangsamter Anstieg in klinischen Untersuchungen

Nach aktuellen Studiendaten kann Vitamin K2 in der Form MK-7 das Fortschreiten von Gefäßverkalkungen verlangsamen. Eine bestehende Verkalkung lässt sich durch die Einnahme jedoch nicht wieder zurückbilden. In einer klinischen Untersuchung mit rund 180 Teilnehmenden verlangsamte die Gabe von MK-7 über einen Zeitraum von zwei Jahren den Anstieg der Gefäßverkalkung gegenüber einem Placebo um ein Viertel.

Allerdings greift dieser Effekt offenbar nicht in jedem Krankheitsstadium. Bei bereits weit fortgeschrittenen Gefäßverkalkungen zeigte eine vergleichbare zweijährige Studie keinen messbaren Nutzen durch die Einnahme von Vitamin K2. Zudem bleibt die klinische Kernfrage bisher unbeantwortet: Ob die Verlangsamung der Verkalkungsschritte auch tatsächlich zu einer signifikanten Verringerung von Schlaganfällen oder Herzinfarkten führt, ist weiterhin wissenschaftlich offen.

Häufigkeit von Arteriosklerose und Rolle von Supplementen

In Deutschland werden jedes Jahr fast eine halbe Million Schlaganfälle und Herzinfarkte erfasst. Die Arteriosklerose gilt dabei als die mit Abstand häufigste Ursache für derartige Ereignisse. Der schleichende Prozess der Gefäßverkalkung setzt bei vielen Menschen bereits ab einem Alter von rund 30 Jahren ein. Bis zum 70. Lebensjahr ist schätzungsweise jeder zweite Mensch von entsprechenden Gefäßveränderungen betroffen.

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Gefäßverkalkung beginnt oft schon ab etwa 30 Jahren — und bis 70 ist schätzungsweise jeder Zweite betroffen. Eine Studie mit rund 180 Teilnehmenden zeigte: MK-7 verlangsamte den Verkalkungsanstieg über zwei Jahre um ein Viertel. Was das für Ihre Vorsorge bedeutet, ordnet unser kostenloser Ratgeber ein. Studienlage zu Vitamin K2 jetzt einordnen

Trotz dieser weiten Verbreitung von Gefäßveränderungen raten Fachleute Gesunden ohne einen diagnostizierten Mangel im Regelfall nicht zur Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln. Ein echter Mangel an Vitamin K gilt in Europa als ungewöhnlich, da der Grundbedarf in aller Regel über die normale Ernährung abgedeckt wird.

Ein spezifisches Anwendungsfeld könnte künftig jedoch für bestimmte Risikogruppen relevant sein: Bestimmte Blutverdünner stehen im Ruf, Gefäßverkalkungen unter Umständen zu beschleunigen.

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Nicht jeder braucht K2-Supplemente — Fachleute raten Gesunden ohne nachgewiesenen Mangel im Regelfall davon ab. Wer zur Risikogruppe gehören könnte und welche Lebensmittel natürliches Vitamin K2 liefern, zeigt unser kostenloser Ratgeber. Risikogruppen-Check jetzt anfordern

Für diese Konstellationen deuten wissenschaftliche Beobachtungen darauf hin, dass Vitamin K2 diesen beschleunigten Verkalkungsprozess möglicherweise verlangsamen könnte. Konkrete klinische Richtlinien zur allgemeinen Anwendung lassen sich daraus bisher jedoch nicht ableiten.

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