Vitamin D und Krebs: Studien deuten auf geringeres Sterberisiko hin
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuelle Ratgeber und Fachberichte widmen sich verstärkt der optimalen Einnahme von Vitamin D sowie der Frage, welche Rolle der Mikronährstoff in der Gesundheitsvorsorge spielt. Neben seiner etablierten Bedeutung für die Knochengesundheit rückt dabei auch die Krebsprävention in den Fokus. Laut Berichten deuten wissenschaftliche Studien darauf hin, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D das Risiko senken könnte, an Krebs zu versterben.
Fettlöslichkeit bestimmt den Einnahmezeitpunkt
Hinsichtlich der praktischen Anwendung verweisen Experten darauf, dass die konkrete Tageszeit für die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten keine ausschlaggebende Rolle spielt. Von zentraler Bedeutung seien vielmehr eine regelmäßige Einnahme sowie die Kombination mit einer Mahlzeit.
Da Vitamin D zu den fettlöslichen Vitaminen zählt, wird es vom Organismus zusammen mit etwas gesundem Fett am besten resorbiert. Dies gilt gleichermaßen für die weiteren fettlöslichen Vitamine A, E und K.
In Abgrenzung zum bloßen Nährstoffgehalt, der die Menge eines Stoffs in einem Lebensmittel oder Präparat in Milligramm oder Mikrogramm pro Portion beziffert, beschreibt die Bioverfügrabarkeit den prozentualen Anteil, den der Körper tatsächlich aufnehmen und verwerten kann.
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Während beispielsweise Stoffe wie Phytinsäure und Oxalsäure die Aufnahme anderer Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Zink verringern können, lässt sich die Aufnahme fettlöslicher Verbindungen gezielt über die Nahrungszusammensetzung unterstützen.
Bei pflanzlichen Stoffen kann zudem eine Fermentation komplexe Bestandteile aufspalten und die Bioverfügbarkeit von Polyphenolen und Antioxidantien verbessern.
Empfohlene Dosierungen und Risiken von Überdosierungen
Für gesunde Erwachsene empfiehlt Dr. JoAnn Manson von der Harvard Medical School eine tägliche Dosis von 600 bis 800 IUs. Der europäische Referenzwert für die tägliche Zufuhr (NRV) liegt bei 5 µg.
Für Stillende gilt der Rat, Säuglingen ein entsprechendes Supplement zu verabreichen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin D besteht zudem bei älteren Erwachsenen, Personen mit dunklerer Hautfarbe, bei bestimmten Ernährungsformen sowie bei vorliegenden Störungen der Fettabsorption.
Gleichzeitig mahnen Fachleute zur Vorsicht vor unkontrollierten Megadosen. Sofern keine anderweitige ärztliche Empfehlung vorliegt, gilt für Erwachsene eine Höchstgrenze von 4.000 IUs pro Tag.
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Saisonaler Mangel und Bedeutung für das Immunsystem
In den mitteleuropäischen Breitengraden bildet der menschliche Körper Vitamin D primär über das Sonnenlicht auf der Haut. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts reicht die Sonneneinstrahlung in Deutschland in den Monaten von Oktober bis März jedoch kaum aus, um eine körpereigene Synthese zu gewährleisten.
Dabei erfüllt das Vitamin wesentliche Aufgaben im Organismus. Im Rahmen der europäischen Regulierung gehört Vitamin D zu den zehn Nährstoffen, für die eine gesundheitsbezogene Angabe zur normalen Funktion des Immunsystems zugelassen ist. Zu dieser Gruppe zählen neben Vitamin D auch die Vitamine A, B6, B12, C und Folat sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Eisen, Kupfer, Selen und Zink.
