Vitamin-D-Mangel: Sterberisiko 2,23-fach erhöht bei Adipositas
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deMedienberichte thematisieren im Jahr 2026 verstärkt den Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und einem signifikant erhöhten Sterberisiko bei bestimmten Personengruppen. Aktuelle Datenanalysen und Studien deuten darauf hin, dass insbesondere die Kombination aus einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und bestimmten körperlichen Merkmalen die Mortalität beeinflussen kann.
Die Wechselwirkung von Vitamin-D-Spiegel und abdominaler Adipositas
Eine im Fachmagazin Diabetes, Obesity and Metabolism für das Jahr 2026 veröffentlichte Untersuchung analysierte die Daten von 5.520 Teilnehmern im Alter von über 50 Jahren über einen Zeitraum von sechs Jahren.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Sterberisiko stark von der Kombination aus Vitamin-D-Status und dem Vorliegen einer abdominalen Adipositas abhängt. Letztere wurde bei Frauen mit einem Taillenumfang von mehr als 88 Zentimetern und bei Männern mit mehr als 102 Zentimetern definiert.
Den Studiendaten zufolge war das Sterberisiko bei Personen, die sowohl unter abdominaler Adipositas als auch unter einem Vitamin-D-Mangel litten, um 123 % höher als in der Referenzgruppe, die über ausreichend Vitamin D verfügte und keine abdominale Adipositas aufwies. Dies entspreche dem 2,23-fachen Risiko.
Doch auch ohne eine ausgeprägte Adipositas zeigten sich deutliche Effekte: Bei einer Vitamin-D-Insuffizienz stieg das Sterberisiko um 91 %, während ein manifester Mangel ohne abdominale Adipositas mit einem um 81 % erhöhten Risiko assoziiert war. Im Gegensatz dazu erhöhte abdominale Adipositas allein, bei gleichzeitig ausreichendem Vitamin-D-Spiegel, das Sterberisiko lediglich um circa 50 %.
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Einflüsse auf Schlafqualität und differenzierte Diagnostik
Neben der Mortalität steht die Schlafqualität im Fokus der Forschung. Ein Vitamin-D-Mangel, der bei Werten unter 20 ng/mL diagnostiziert wird, erhöhe die Wahrscheinlichkeit für lange, jedoch unerholsame Schlafzeiten.
In Berichten aus dem September 2026 wird für eine fundierte Abklärung ein spezifisches Nährstoff-Panel empfohlen. Dieses solle neben dem 25-OH-Vitamin-D3 auch Werte für Ferritin, Holo-Transcobalamin sowie Magnesium im Vollblut umfassen. Praxisbeispiele illustrieren dabei Fälle, in denen neben einem Vitamin-D-Spiegel von lediglich 12 ng/mL auch extrem niedrige Ferritinwerte festgestellt wurden.
Hinsichtlich der täglichen Versorgung weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen Schätzwert von 20 µg pro Tag für die Vitamin-D-Zufuhr aus, um eine angemessene Konzentration im Körper sicherzustellen.
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Beobachtungen zur Supplementierung und kognitiven Leistungsfähigkeit
Trotz der Risiken eines Mangels liefert die Forschung auch differenzierte Ergebnisse zur Supplementierung. Eine im Januar in BMJ Open veröffentlichte Studie untersuchte 5.065 US-Amerikaner mit einem Durchschnittsalter von 67,5 Jahren. Von den Probanden nahmen rund 40 % Vitamin-D-Präparate ein.
Die Forscher beobachteten über einen Zeitraum von sechs Jahren, dass bei Nutzern, die bereits über normale Vitamin-D-Werte verfügten, die kognitiven Fähigkeiten geringfügig schneller abnahmen als bei Nichtnutzern. Es wurde jedoch betont, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handle, die keinen ursächlichen Beleg liefere.
Ähnliche Beobachtungen liegen auch für andere Nahrungsergänzungsmittel vor. Eine im Journal of Prevention of Alzheimer's Disease publizierte Omega-3-Studie mit 273 Nutzern und 546 Nichtnutzern zeigte nach durchschnittlich fünf Jahren ebenfalls einen schnelleren kognitiven Abbau bei den Anwendern.
Zudem wies eine Untersuchung zu Glucosamin aus dem Juni 2026 auf eine häufigere Progression von leichter kognitiver Beeinträchtigung hin zu einer Demenz innerhalb von fünf Jahren hin. Auch diese Ergebnisse stützen sich auf Beobachtungsstudien ohne direkten Ursachennachweis.
Mehr zum Thema bei Augsburger Allgemeine: „Vitamin-D-Mangel: Bei diesen Menschen steigt das Sterberisiko um 123 Prozent“
