Vitamin, Herbst

Vitamin D im Herbst: Bis zu 70 Prozent haben mindestens leichten Mangel

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 09:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bis zu 70 Prozent haben im Herbst und Winter mindestens einen leichten Mangel; Ernährung und gezielte Präparate können zur Versorgung beitragen.

Vitamin D im Herbst: Mangelrisiko, Präparate und natürliche Quellen
Ein nebliger Herbstwald mit kahlen Bäumen unter einem bedeckten Himmel, der die verringerte Sonneneinstrahlung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit rückt die Versorgung mit Vitamin D wieder verstärkt in den Fokus von Verbrauchern und Gesundheitsexperten. Aktuelle Ratgeber informieren über die Sinnfälligkeit von Nahrungsergänzungsmitteln im Herbst und stellen Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an diesem Nährstoff vor. Dabei stellt sich regelmäßig die Frage, für wen Präparate tatsächlich einen Nutzen bieten und welche Rolle die Ernährung bei der Bedarfsdeckung spielen kann.

Mangelerscheinungen in den Herbst- und Wintermonaten

Die Voraussetzungen für die körpereigene Synthese von Vitamin D verschlechtern sich hierzulande im Herbst spürbar. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts reicht die Sonneneinstrahlung in Deutschland von Oktober bis März kaum für die körpereigene Bildung des Vitamins über die Haut aus.

Zu dieser Einschätzung passen Erhebungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): Demnach weisen in Herbst und Winter bis zu 70 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einen leichten Vitamin-D-Mangel auf. Als Hauptursachen gelten neben der geringen UV-B-Strahlung auch verringerte Aufenthalte im Freien.

Ein Mangel ist in der Bevölkerung weit verbreitet und lässt sich verlässlich durch eine ärztliche Blutuntersuchung bestätigen. Das DKFZ in Heidelberg verweist zudem auf Studien, die Hinweise darauf geben, dass Vitamin D das Risiko senken könnte, an Krebs zu versterben. Zugleich mahnen Fachleute zur Vorsicht: Kritiker warnen vor einer Überdosierung. Eine unkontrollierte Einnahme von Hochdosen kann den Calciumhaushalt des Körpers stören.

Anzeige

Wer sich mit der Bedeutung von Blutwerten für die Vorsorge befasst, sollte die Ergebnisse richtig einordnen können. Dieser kostenlose 25-Seiten-Report erklärt verständlich, was Ihre Laborwerte wirklich aussagen und wie Sie Fehldiagnosen vermeiden. Jetzt kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck sichern

Für wen Nahrungsergänzungsmittel infrage kommen

Die Stiftung Warentest greift die Thematik in aktuellen Ratgebern auf und beleuchtet, für welche Personengruppen die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten im Herbst sinnvoll ist. Fachberichte weisen darauf hin, dass Mikronährstoffe wie Jod und Vitamin D grundsätzlich als Ergänzung infrage kommen können. Andere Stoffe wie Eisen sollten hingegen nur nach einem laborchemisch diagnostizierten Mangel gezielt eingenommen werden.

Zudem wird betont, dass Mikronährstoffe wie Vitamin D, Calcium, B-Vitamine und Folat zwar grundlegende Körperfunktionen unterstützen können, jedoch keine Risiken von Schadstoffen oder Substanzen wie Methyl-Drostanolon neutralisieren.

Natürliche Quellen und die Rolle der Ernährung

Neben Präparaten kann auch die Auswahl der Nahrungsmittel zur Versorgung beitragen. Als gute natürliche Vitamin-D-Quellen gelten fetter Seefisch, Eier und Pilze.

Eine besonders nährstoffreiche Option stellen Sardinen dar: Sie liefern neben Vitamin D auch Vitamin B12, Kalzium, Phosphor, Kalium sowie Selen und weisen zudem wenig Quecksilber auf. Nach vorliegenden Daten enthalten 100 Gramm Sardinen in Öl rund 24 Gramm Eiweiß sowie 2,8 Gramm Omega-3-Fettsäuren.

Anzeige

Neben einer gezielten Nährstoffzufuhr spielt die Bekämpfung von Entzündungsprozessen eine zentrale Rolle für das allgemeine Wohlbefinden. Erfahren Sie in diesem Gratis-Ratgeber, welche 12 Lebensmittel als natürliche Unterstützung dienen können und machen Sie den Selbsttest. Zum kostenlosen Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung

Auf europäischer Ebene ist die Bedeutung des Nährstoffs klar geregelt. Nach Angaben der Europäischen Union gehört Vitamin D zu den zehn Nährstoffen, die laut zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen – neben Vitamin A, B6, B12, C, Folat, Eisen, Kupfer, Selen und Zink.

Der EU-Referenzwert (NRV) für die tägliche Zufuhr von Vitamin D liegt bei 5 Mikrogramm. Für andere populäre Zutaten wie Ingwer und Kurkuma existiert dagegen keine vergleichbare zugelassene Aussage zur Immunfunktion.

Ergänzend zu Lebensmitteln und Präparaten können auch Aktivitäten im Freien unterstützen: Berichten zufolge kann etwa Outdoor-Yoga die natürliche Produktion durch das Sonnenlicht anregen, selbst bei bedecktem Himmel oder im Schatten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70274282 |