visionOS 27: Apple öffnet Vision Pro für externe Controller
03.07.2026 - 17:14:44 | boerse-global.de
Mit der Entwicklung von visionOS 27 integriert der Konzern erstmals Unterstützung für Bewegungscontroller und verfolgbares Zubehör von Drittanbietern – ein strategischer Schritt, der das Vision Pro vor allem für Unternehmen attraktiver machen soll.
Neue Hardware-Partner für präzises Tracking
Die Aktualisierung ermöglicht die Anbindung sogenannter Spatial Accessories – hochpräzise Controller, die auf Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs) setzen. Die Geräte arbeiten mit bis zu 120 Hertz und versprechen extrem niedrige Latenzen. Apple arbeitet dabei mit mehreren Partnern zusammen, darunter DFRobot, MIKROE und Logitech. Auch die Hardware der PSVR 2 wird unterstützt.
Besonders in der Industrie, im Gesundheitswesen, in der Bildung und im Maschinenbau sehen Analysten großes Potenzial. Simulationen und Trainingsszenarien ließen sich mit den neuen Controllern deutlich realistischer gestalten. Allerdings behält Apple sich die Kontrolle über die Kernnavigation vor: Drittanbieter-Controller haben keinen vollständigen Zugriff auf die visionOS-Oberfläche.
KI verwandelt Fotos in 3D-Welten
Neben der Hardware-Öffnung setzt Apple auf Künstliche Intelligenz. Eine neue Funktion in der Entwickler-Beta von visionOS 27 kann normale 2D-Panoramafotos in immersive 3D-Szenen umwandeln. Der Rechenaufwand ist enorm: Eine einzige extrapolierte Szene benötigt bis zu 500 MB Arbeitsspeicher.
Die Entwickler-Community reagiert begeistert. Seit der WWDC 2026 im Juni ist die Teilnahme an den räumlichen Computing-Tutorials von Xcode 16 um 300 Prozent gestiegen.
Creator Studio: Neue KI-Werkzeuge für Profis
Mit visionOS 27 öffnet Apple die Vision Pro für externe Controller – perfekt für präzise Anwendungen in Medizin, Industrie und Architektur. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Guide, wie Sie die neuen Spatial Accessories von MIKROE und DFRobot Schritt für Schritt integrieren. Jetzt kostenlosen Praxis-Guide sichern
Auch die professionelle Kreativsoftware bekommt Zuwachs. Am 30. Juni 2026 erhielt das Apple Creator Studio ein Update mit mehreren KI-Funktionen:
- Final Cut Pro bietet jetzt automatische Untertitel, Erkennung von Schnitten und eine „Auto Mask“-Funktion – alles direkt auf dem Gerät.
- Logic Pro verbessert sein „Chord ID“-System und führt neue Granular-Synchronisationsmodi ein.
Die Creative-Tools sind im Abo erhältlich: 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro jährlich.
Drittanbieter-App RHEO: Lichtmalerei in Echtzeit
Ein besonderes Highlight im Drittanbieter-Bereich ist die App RHEO. Sie ermöglicht Lichtmalerei auf iPhone, iPad und Vision Pro – und läuft komplett lokal ohne Benutzerkonto. Auf dem Vision Pro erreicht die Anwendung 88 bis 90 Bilder pro Sekunde. Sie nutzt eine gebogene virtuelle Leinwand namens „The Veil“.
Infrastruktur und globale Präsenz
Präzision statt Pinch: Die Hand- und Blicksteuerung der Vision Pro stößt bei professionellen Anwendungen an Grenzen. Mit dem neuen Spatial-Accessories-Framework und Tracked Objects von DFRobot erreichen Sie millimetergenaue 6DoF-Steuerung. Unser Leitfaden zeigt Ihnen die Integration in 3 Schritten. Praxis-Guide zur Controller-Integration anfordern
Apple baut auch die technische Basis aus. Am 1. Juli 2026 schrieb der Konzern eine Stelle für einen Senior Software Engineer für OS Diagnostic Collection Services in Cupertino aus. Das Gehalt liegt zwischen 150.400 und 277.600 Euro. Die Position befasst sich mit Systemprogrammierung für iOS und macOS zur Verbesserung der Diagnosedatenverarbeitung.
International variieren die Preise für das Vision Pro weiterhin stark. In Kenia startet das Gerät mit 256 GB bei umgerechnet rund 3.700 Euro, die 1-TB-Version erreicht knapp 5.500 Euro.
