Vision Pro M5: Apple bringt Headset mit 50% mehr KI-Power nach Deutschland
19.06.2026 - 00:54:48 | boerse-global.de
Der Preis bleibt bei stolzen 3.500 Euro – doch die Konkurrenz schläft nicht.
Mehr Power, höhere Bildrate, besserer Tragekomfort
Das aktualisierte Apple Vision Pro setzt auf den M5-Chip, der 50 Prozent mehr KI-Rechenleistung bietet als sein Vorgänger. Hinzu kommt hardwarebeschleunigtes Raytracing für realistischere Grafiken. Die Displays unterstützen jetzt bis zu 120 Hertz Bildwiederholrate – ein spürbarer Sprung von den bisherigen 100 Hertz. Auch die Pixelanzahl stieg um zehn Prozent.
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Apple hat zudem auf Nutzerfeedback reagiert: Ein neues Dual-Knit-Band soll den Tragekomfort verbessern. Die Akkulaufzeit liegt bei rund drei Stunden. Ab dem 22. Oktober 2026 ist das Gerät in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Japan erhältlich.
Doch es gibt einen Wermutstropfen: Native Apps von Netflix oder YouTube fehlen weiterhin. Der gesamte App-Katalog umfasst aktuell rund 3.000 Anwendungen.
visionOS 27: KI-Integration und Live-Streaming
Mit visionOS 27 hält die dritte Generation von Apple Intelligence Einzug – ergänzt um Google Gemini. Das Siri-Interface wurde komplett überarbeitet: Es erscheint nun als interaktive Kugel, die per Blicksteuerung bedient wird.
Neu ist auch die Möglichkeit, eigene Panoramafotos als immersive 3D-Umgebungen zu nutzen. Bis zu fünf Safari-Fenster lassen sich gleichzeitig öffnen. Für Content-Creators gibt es hochauflösende Bildschirmaufnahmen (maximal drei Minuten) und angeblich dreimal schnellere WLAN-Geschwindigkeiten.
Unternehmenskunden profitieren von verbessertem Streaming für NVIDIA-basierte Lösungen und einer Spatial Preview-Funktion für Mac-Inhalte. Bereits am 17. Juni veröffentlichte Apple zudem visionOS 26.6 Public Beta 2 – ein Update mit Fokus auf Stabilität und Sicherheit.
Die Konkurrenz setzt auf Leichtbau
Während Apple auf Höchstleistung setzt, gehen andere Hersteller einen anderen Weg. Samsung bringt seine Galaxy XR-Brille am 8. Juli 2026 für umgerechnet rund 1.700 Euro auf den Markt. Das Gerät wiegt nur 545 Gramm – deutlich weniger als die rund 750 Gramm der Vision Pro. Angetrieben wird es vom Snapdragon XR2+ Gen 2 mit zwei 4K-Micro-OLED-Displays.
Noch leichter wird es bei Snap: Die „Specs“-Brille für 2.195 Dollar wiegt gerade einmal 132 Gramm, bietet ein 51-Grad-Sichtfeld und vier Stunden Akkulaufzeit. Vorbestellungen sind bereits möglich.
XREAL plant für Herbst 2026 die „Aura“-Brille. Mit einem Gewicht unter 95 Gramm und einem Preis von bis zu 1.500 Dollar setzt sie auf den Snapdragon Reality Elite-Chip, dessen GPU-Leistung 60 Prozent über früheren Modellen liegt.
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Werkzeuge für räumliche Inhalte
Das Ökosystem für Spatial Content wächst. Die Insta360 Luna Ultra etwa ist ein kompaktes Vlogging-Tool mit Dual-Kamera und 8K-Video – ideal für hochwertige 3D-Aufnahmen. Bereits frühere visionOS-26-Updates hatten Unterstützung für 180- und 360-Grad-Inhalte von GoPro und Canon gebracht.
Für den Alltag bietet visionOS 26 räumliche Widgets für Wetter und Musik sowie die Steuerung per PSVR2-Sense-Controllern. Verbesserte Persona-Darstellungen sollen das Gefühl der Isolation reduzieren, das frühe Tester bemängelt hatten. Screenshots lassen sich jetzt per Tastenkombination oder Sprachbefehl auslösen – ein kleiner, aber feiner Schritt für alle, die ihre Spatial-Computing-Erlebnisse teilen möchten.
