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Vision Pro: Apple stoppt günstiges Modell, setzt auf KI-Brille 2027

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 01:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple beendet Entwicklung des günstigen Vision Pro Modells und fokussiert Ressourcen auf eine KI-Datenbrille für 2027.

Apple stoppt günstige Vision Pro und setzt auf KI-Brille 2027
Vision - Apple Vision Pro Headset zeigt Lamborghini Revuelto in Mixed Reality mit aerodynamischen Datenvisualisierungen. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Statt eines günstigeren Modells setzt der Konzern nun auf High-End-Anwendungen für die Industrie und bereitet den Weg für eine KI-Brille.

Lamborghini zeigt, was in der Vision Pro steckt

Am 7. Juli 2026 veröffentlichte Lamborghini eine eigene App für die Vision Pro. Das Tool macht die High-End-Sportwagen des italienischen Herstellers in fotorealistischer 1:1-Darstellung erlebbar – sowohl in gemischter als auch in vollständig virtueller Realität.

Vier Modelle sind enthalten, darunter der Revuelto und der Urus SE Performante. Die App nutzt die volle Leistung von Apples M-Serie- und R1-Chips, um Aerodynamik und Hybrid-Antriebe räumlich darzustellen. Dazu kommt räumlicher Sound.

Branchenbeobachter sehen in der Anwendung einen Maßstab für die Leistungsfähigkeit des Geräts. Das könnte auch andere Branchen beflügeln: Architektur, Luftfahrt und Medizintechnik gelten als vielversprechende Einsatzfelder.

Aus für die günstige Variante

Doch während das professionelle Angebot wächst, hat Apple offenbar die Notbremse bei einem günstigeren Modell gezogen. Berichten zufolge stoppte der Konzern die Entwicklung eines kostengünstigeren XR-Displays, das intern unter dem Projektnamen G-VR lief.

Der Zulieferer Samsung Display soll die Arbeiten an den dafür vorgesehenen Panels bis September 2026 einstellen. Die geplante Display-Technologie hätte mit 1.600 bis 1.700 Pixeln pro Zoll gearbeitet – deutlich weniger als die 3.386 PPI des aktuellen Vision Pro.

Stattdessen verlagert Apple seine Ressourcen offenbar in die Entwicklung einer KI-gestützten Datenbrille, die 2027 auf den Markt kommen könnte. Der Preis für das aktuelle Vision Pro war zuvor im Sommer 2026 auf 3.699 Euro gestiegen.

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visionOS 27: Siri wird schlauer

Am 8. Juli 2026 veröffentlichte Apple die dritte Beta von visionOS 27. Das Update bringt eine systemweite Siri-KI und verbesserte Darstellung der digitalen „Personas". Zeitgleich erschienen mehrere native Apps, darunter eine YouTube-Anwendung, die auf M5-Modellen 8K-Auflösung und räumliche Wiedergabe unterstützt.

Für Entwickler gibt es Reality Composer Pro 3. Die Beta-Version vom Juli 2026 enthält Architekturelemente der eingestellten Spiele-Engine „The Machinery". Verantwortlich dafür ist Tricia Gray, die ehemalige CEO von Our Machinery, die bei Apple nun die Entwickler-Tools für räumliches Computing leitet.

Auch Unity hat nachgelegt: Beta 6.5 bringt erweiterte Unterstützung für visionOS und erlaubt Entwicklern, sowohl Fenster- als auch vollimmersive Inhalte effizienter zu erstellen.

Medizin als Wachstumsmarkt

Die Verkaufszahlen für Verbraucher bleiben verhalten. Analysten erwarten für 2026 rund 290.000 ausgelieferte Einheiten – nach 390.000 im Jahr 2024. Doch im medizinischen Bereich findet das Gerät seinen Platz.

Kliniken wie die Mayo Clinic und das Boston Children's Hospital haben die Brille in ihre Arbeitsabläufe integriert. Über 60 klinische Studien mit Live-Operationen laufen derzeit.

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Führungswechsel im September

Diese strategischen Neuausrichtungen fallen in eine Phase des Umbruchs an der Konzernspitze. Langzeit-CEO Tim Cook wird am 1. September 2026 zurücktreten. John Ternus übernimmt dann die Führung des Konzerns. Er steht vor der Aufgabe, das hochpreisige Spatial-Computing-Geschäft mit dem wachsenden Fokus auf tragbare, KI-zentrierte Geräte in Einklang zu bringen.

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