Vision Pro: Apple stellt 600+ Hardware-Ingenieure ein
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 08:08 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Apple verstärkt sein Team für die Vision Pro mit spezialisierten Hardware-Ingenieuren – und das ausgerechnet inmitten eines Führungswechsels. Der langjährige Leiter der Vision-Products-Gruppe, Paul Meade, hat das Unternehmen nach 15 Jahren verlassen und wechselt zu OpenAI.
Hunderte offene Stellen in Kalifornien
Bereits am 6. Juli 2026 schrieb Apple mehrere Positionen für „Signal and Power Integrity Engineers" (SI/PI) aus – direkt für das Vision-Pro-Team am Standort San Jose. Die Spezialisten sollen Hochgeschwindigkeitsschnittstellen und Stromversorgungsnetzwerke designen, simulieren und testen. Voraussetzung: ein fortgeschrittener Hochschulabschluss in Elektrotechnik sowie Erfahrung mit Tools wie HFSS, CST und ADS. Programmierkenntnisse in Python oder Perl werden ebenfalls erwartet. Das Gehalt liegt in San Jose zwischen 150.400 und 277.600 Dollar – umgerechnet rund 140.000 bis 258.000 Euro.
Nur einen Tag später folgte eine weitere Ausschreibung für einen Camera-SIPI-Ingenieur in San Diego. Diese Stelle umfasst Modellierung, Simulation und Validierung von Kamerasystemen, bei einem Gehalt von 122.700 bis 184.800 Dollar (etwa 114.000 bis 172.000 Euro). Insgesamt sind derzeit über 600 Stellen in Kalifornien offen – ein klares Signal, dass Apple die Entwicklung der Spatial-Computing-Plattform massiv vorantreibt.
Führungswechsel bei Vision Products
Der Personalaufbau fällt mit einem bedeutenden Abgang zusammen: Paul Meade, seit 2017 Leiter der Vision-Products-Gruppe und ab 2019 Hardware-Engineering-Chef für die Vision Pro, hat Apple verlassen. Er wechselt zur Hardware-Abteilung von OpenAI. Interimsweise übernimmt Fletcher Rothkopf die Führung. Meade ist nicht der erste hochrangige Apple-Manager, der zur KI-Schmiede wechselt – mehrere frühere Design-Executives haben diesen Schritt bereits vollzogen.
Technische Details und Reparatur-Herausforderungen
Parallel zu den Personalien liefert ein aktueller Teardown der Vision Pro neue Einblicke. Das Headset wiegt 532 Gramm, der externe Akku bringt weitere 353 Gramm auf die Waage. Der Akku besteht aus drei Zellen mit einer Gesamtkapazität von 35,9 Wh. Techniker bemängeln die schwierige Reparierbarkeit: Die Frontscheibe ist stark verklebt, ein Austausch kostet 799 Dollar (rund 745 Euro). Immerhin: Das Kopfband ist modular, und das EyeSight-Display nutzt eine Lentikular-Technik – auch wenn die Auflösung als niedrig beschrieben wird.
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visionOS 27: Neue KI-Funktionen in der Beta
Am 6. Juli 2026 veröffentlichte Apple die dritte Entwickler-Beta von visionOS 27. Die Neuerungen sind beachtlich: Siri bekommt eine ChatGPT-ähnliche KI-Integration. Panorama-Fotos lassen sich künftig als räumliche Umgebungen nutzen – inklusive einer neuen Thórsmörk-Umgebung. Die Benutzeroberfläche wurde überarbeitet: App-Fenster erscheinen abgerundet, Benachrichtigungen reagieren auf Blickkontakt. Zudem gibt es Barrierefreiheits-Features wie die Steuerung von Rollstühlen per Augenbewegung – eingeführt am 5. Juli 2026.
Verzögerungen bei Smart Glasses und Kamera-AirPods
Während die Vision Pro weiterentwickelt wird, zeichnen sich Verzögerungen bei anderen Wearable-Projekten ab. Die Smart Glasses mit dem Codenamen N50 sollen erst Ende 2027 kommen – Grund ist eine grundlegende Überarbeitung von Siri für sprachgesteuerte Interaktion. Spannend: In aktuellen Software-Betas fanden Entwickler Hinweise auf AirPods mit integrierten Kameras. Diese sollen „Visual Intelligence" ermöglichen – etwa Objekterkennung und Textübersetzung. Ein Veröffentlichungsdatum steht jedoch noch nicht fest.
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