VirtualBox, Linux-Kernel-71-Support

VirtualBox 7.2.10: Linux-Kernel-7.1-Support und Boot-Fixes

17.06.2026 - 12:45:22 | boerse-global.de

Oracle veröffentlicht VirtualBox 7.2.10 mit Kompatibilität für Linux-Kernel 7.1 und behebt kritische Boot-Fehler sowie Stabilitätsprobleme.

Oracle VirtualBox 7.2.10: Linux-Kernel-7.1-Support und wichtige Bugfixes
VirtualBox - Abstract representation of virtualization, with glowing data streams connecting multiple digital screens displaying operating system logos. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

2.10 seiner Open-Source-Virtualisierungssoftware VirtualBox veröffentlicht. Das fünfte Wartungsupdate der 7.2er-Serie bringt vor allem Kompatibilität für den neuesten Linux-Kernel und behebt mehrere kritische Stabilitätsprobleme, die virtuelle Maschinen am Starten hinderten.

Linux-Kernel 7.1 und verbesserte Distributionen

Der wichtigste Neuzugang: VirtualBox 7.2.10 unterstützt erstmals den Linux-Kernel 7.1, der ebenfalls am 16. Juni erschien. Der neue Kernel verzichtet auf die Intel-486-Architektur und führt einen NTFS-Treiber mit Schreibfunktion ein. VirtualBox-Nutzer können nun auch mit diesem Kernel virtualisierte Umgebungen betreiben.

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Darüber hinaus hat Oracle spezifische Verbesserungen für Enterprise- und Community-Distributionen integriert. Der RHEL-9.8-Kernel erhält erweiterte Unterstützung und zusätzliche Patches. Auch ein Problem mit dem Kernel-Modul-Build unter openSUSE Leap 16.0 wurde behoben.

Für Linux-Hosts behebt das Update einen „Kernel Oops"-Fehler, der virtuelle Maschinen während des Startvorgangs zum Absturz brachte. Zudem gibt es erste Unterstützung für das Extended Data Control Protocol – das ermöglicht die Zwischenablage-Freigabe für KDE-Plasma-Gäste unter dem Wayland-Display-Server.

Boot-Probleme und Hardware-Emulation behoben

Mehrere hochpriorisierte Boot-Fehler wurden adressiert. Besonders auffällig: CentOS-Stream-10-VMs starteten zuvor nicht wegen eines glibc-Fehlers, der die fehlende x86-64-v3-Mikroarchitektur bemängelte.

Weitere Hardware-Korrekturen im Überblick:

  • ARM-VMs: Ein EFI-Boot-Problem trat auf, wenn ARM-basierte virtuelle Maschinen mit weniger als 1024 MiB RAM konfiguriert waren – nun behoben.
  • Speichererkennung: Die VIRTIO-SCSI-Emulation wird von Gastsystemen jetzt korrekt als SSD erkannt.
  • Netzwerk-Emulation: Zwei Fehler in der E1000-Emulation wurden beseitigt – sie betrafen Debug-Logs und Boot-Ausfälle von OS/2-Gästen.

Der Entwicklungsprozess wurde ebenfalls modernisiert: Statt YASM kommt nun NASM zum Einsatz.

Spezifische Verbesserungen für macOS und OS/2

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Apple-Nutzer profitieren von einem Bugfix für macOS 26.4.1 auf Apple Silicon: USB-Geräte lassen sich jetzt auch an headless virtuelle Maschinen anschließen.

Auch die Legacy-Unterstützung für OS/2-Gäste wurde gestärkt. Das Update behebt Probleme mit der automatischen Einbindung von Shared Folders und stellt die stabile Zwischenablage-Funktion über die Guest Additions wieder her.

Für Linux-Gäste mit Kernel 7.0 oder neuer enthält das Update eine Logik, die den unnötigen Build des vboxvideo-Kernel-Moduls verhindert – das vereinfacht die Installation der Guest Additions auf modernen Linux-Umgebungen erheblich.

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