VEXAS-Syndrom, FDA

VEXAS-Syndrom: FDA erteilt Fast-Track-Status für Pacritinib

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 11:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die FDA beschleunigt die Prüfung von Sobis Pacritinib gegen VEXAS. Die Phase-2-Studie läuft, erste Ergebnisse werden 2027 erwartet.

Sobi erhält FDA-Fast-Track für Pacritinib gegen VEXAS
Ein modernes, steriles medizinisches Forschungslabor mit Laborgeräten und Edelstahlflächen bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem pharmazeutischen Wirkstoff Pacritinib den Fast-Track-Status für die Behandlung des VEXAS-Syndroms erteilt. Damit würdigt die Behörde das Potenzial des dualen IRAK1/JAK2-Inhibitors bei der Therapie einer schweren Erkrankung, für die es bislang keine spezifisch zugelassenen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die Entscheidung ermöglicht eine engere Abstimmung mit der FDA sowie einen beschleunigten Prüfungsprozess im Rahmen eines sogenannten Rolling Review.

Regulatorische Beschleunigung für oralen Hemmstoff

Pacritinib wird als oraler Hemmstoff entwickelt, der sowohl das Enzym JAK2 als auch die Kinase IRAK1 adressiert. Die Erteilung des Fast-Track-Status durch die FDA im September 2026 zielt darauf ab, die Entwicklung von Medikamenten für schwerwiegende Erkrankungen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf zu forcieren. Bisher existiert keine von der FDA zugelassene Therapie für Patienten, die unter dem VEXAS-Syndrom leiden.

Für das schwedische Pharmaunternehmen Sobi bedeutet dieser regulatorische Schritt eine Bestätigung der laufenden Forschungsbemühungen. Pacritinib ist in den USA unter dem Handelsnamen Vonjo bereits für ein anderes Einsatzgebiet registriert: Es wird zur Behandlung der Myelofibrose bei Patienten eingesetzt, die eine schwere Thrombozytopenie mit weniger als 50×10^9 Blutplättchen pro Liter aufweisen.

Die PAXIS-Studie und das klinische Design

Im Zentrum der klinischen Bewertung für die neue Indikation steht die PAXIS-Studie (NCT06782373), die bereits im Jahr 2024 initiiert wurde. Es handelt sich dabei um eine multizentrische, randomisierte und doppelblinde Phase-2-Untersuchung, die an Studienzentren in den USA, Kanada, Europa und Japan durchgeführt wird. Die Studie ist die erste ihrer Art, die einen randomisierten, placebokontrollierten Ansatz zur Untersuchung des VEXAS-Syndroms verfolgt.

Das Studiendesign sieht eine 1:1:1-Randomisierung vor, bei der die Teilnehmer entweder eine von zwei verschiedenen Pacritinib-Dosierungen oder ein Placebo erhalten. Die doppelblinde Phase umfasst einen Zeitraum von 24 Wochen, an den sich eine Open-Label-Phase bis zur 48. Woche anschließt.

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Für das VEXAS-Syndrom existiert bislang keine von der FDA zugelassene Therapie — der Fast-Track-Status für Pacritinib verschiebt die regulatorische Ausgangslage, ohne bereits eine Zulassung zu sein. Ein kostenloser Report ordnet ein, was der Status ermöglicht, wie die PAXIS-Studie aufgebaut ist und wo steroidsparende Optionen heute ansetzen. Kostenlosen VEXAS-Report anfordern

Ein primäres Ziel der Untersuchung ist die Prävention von Krankheitschüben, sogenannten Flares, während die Patienten die Dosis ihrer bisherigen Glukokortikoid-Therapie schrittweise reduzieren (Tapering). Mit ersten Topline-Ergebnissen aus dieser Phase-2-Studie wird im Jahr 2027 gerechnet.

Krankheitsbild und aktuelle Behandlungsstandards

Das VEXAS-Syndrom ist eine autoinflammatorische Erkrankung, die durch Mutationen im UBA1-Gen definiert wird. Ein Branchenreport vom Mai 2026, der im August 2026 aktualisiert wurde, unterstreicht die Komplexität der Behandlung.

Derzeit gelten Glukokortikoide als Standardtherapie, bringen jedoch erhebliche Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung mit sich. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass JAK- und IL-6-Inhibitoren bereits steroidsparend eingesetzt werden, um die Belastung für die Patienten zu senken.

In Fällen, in denen das Syndrom gemeinsam mit einer myelodysplastischen Störung (MDS) auftritt, kommen oft Wirkstoffe wie Azacitidin zum Einsatz. Als einziger potenziell kurativer Ansatz gilt derzeit die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT). Die Forschung konzentriert sich daher verstärkt auf neue Therapieoptionen, die in den wichtigsten globalen Märkten, darunter die USA, die EU5-Staaten, Japan und China, benötigt werden.

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Glukokortikoide gelten beim VEXAS-Syndrom als Standardtherapie — bei Langzeitanwendung jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen. Der Report zeigt, welche steroidsparenden Ansätze JAK- und IL-6-Inhibitoren bereits abdecken, wo Azacitidin bei begleitender MDS eingesetzt wird und welche Rolle der duale IRAK1/JAK2-Inhibitor Pacritinib in der laufenden Phase-2-Prüfung spielt. Report zu steroidsparenden Therapieoptionen sichern

Wirtschaftlicher Kontext

Im Zuge der Berichte über den regulatorischen Fortschritt im September 2026 zeigten sich auch Auswirkungen am Kapitalmarkt. Die Aktie von Sobi verzeichnete an einem Handelstag in der Mitte der Woche einen Rückgang von 3,02 Prozent und schloss bei einem Wert von SEK 443,20. Trotz der kurzfristigen Kursschwankungen bleibt die klinische Entwicklung von Pacritinib ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie des Unternehmens im Bereich seltener Erkrankungen.

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