usbliter8: Hardware-Lücke in iPhones lässt sich nicht updaten
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 08:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat Sicherheitsupdates für macOS veröffentlicht und eine kritische Schwachstelle beim Screen-Sharing geschlossen. Parallel sorgt die Hardware-Lücke „usbliter8“ für Unruhe – sie betrifft ältere iPhones und lässt sich nicht per Software-Update beheben.
Dringende Updates für macOS und iOS
Die neuen Versionen macOS Tahoe 26.6.1, Sequoia 15.7.9 und Sonoma 14.8.9 schließen insgesamt 23 Schwachstellen. Besonders kritisch: Die Lücke CVE-2026-65400 erlaubte Angreifern im selben Netzwerk, die Authentifizierung beim Screen-Sharing zu umgehen – ganz ohne Anmeldedaten.
Auch für iOS steht offenbar ein Update bevor. iOS 26.6.1 befindet sich in der internen Testphase und soll Fehler in der Kurzbefehle-App beheben sowie die Stabilität verbessern. Die Dringlichkeit zeigt das Coruna-Exploit-Kit, das laut Sicherheitsexperten bereits rund 42.000 Geräte infiziert haben soll.
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Hardware-Lücke „usbliter8“: Kein Fix in Sicht
Deutlich problematischer ist die Schwachstelle „usbliter8“. Sie steckt im SecureROM beziehungsweise USB-Controller der Chipsätze A12, A13, S4 und S5. Betroffen sind unter anderem iPhone XR, XS und 11, das iPad der 8. Generation, Apple Watch Series 4 und 5 sowie der HomePod mini.
Weil der Fehler in der Hardware-Logik verankert ist, können Updates ihn nicht beheben. Immerhin: Ein Angreifer braucht physischen Zugriff auf das Gerät, etwa während eines Firmware-Updates. Experten raten betroffenen Nutzern langfristig zum Hardware-Upgrade.
Apple verwirft „White-Glove-Service“
Apple hat außerdem einen geplanten Service wieder verworfen. Der „White-Glove-Service“ sollte iCloud-Backups bereits vor der Auslieferung auf neue iPhones aufspielen. Datenschutzbedenken und die Gefahr veralteter Daten ließen das Unternehmen jedoch Abstand nehmen. Nutzer sollen weiterhin die etablierten Migrationsprozesse nutzen.
Derweil schränkt WhatsApp den Support für ältere Systeme ein: Geräte mit iOS älter als 15.1 werden künftig nicht mehr unterstützt.
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KI-Bedrohungen und steigende Preise
Sicherheitsexperten warnen zudem vor einer neuen Generation KI-gestützter Angriffe. Besonders das OpenAI-Modell „Astra“ gilt als potenziell kritisch – es könnte eigenständig Zero-Day-Exploits entwickeln. Bei der Entwicklung wurden bestimmte Aktivitäten pausiert und die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.
Im Hardware-Bereich steigen unterdessen die Preise: Das iPad Air kostet künftig 749 statt 599 US-Dollar, das MacBook Pro mit M5-Chip startet bei 1.999 US-Dollar. Auch der Apple TV wurde auf 199 US-Dollar angehoben.
