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Ulmer Studie: Weniger Social Media, 46% besserer Schlaf

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 17:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Ulmer Studie belegt: Reduzierte Social-Media-Nutzung senkt Schlafprobleme und Angstsymptome bei jungen Erwachsenen deutlich.

Social-Media-Detox: Weniger Konsum verbessert Schlaf und Psyche
Ein junger Student in einer modernen Bibliothek, der nachdenklich und entspannt wirkt, umgeben von Büchern. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine Ulmer Studie zeigt: Wer soziale Medien auf eine Stunde täglich reduziert, schläft besser und hat weniger Angstzustände. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Social-Media-Detox zeigt Wirkung

Das Universitätsklinikum Ulm hat untersucht, was passiert, wenn junge Menschen ihren Social-Media-Konsum drastisch reduzieren. 131 Teilnehmer zwischen 16 und 29 Jahren, die zuvor mindestens vier Stunden täglich in sozialen Netzwerken verbrachten, durften vier Wochen lang nur noch eine Stunde pro Tag.

Die Bilanz: Schlafprobleme gingen um 46 Prozent zurück. Depressive Symptome halbierten sich von 41 auf 21 Prozent, Angstsymptome fielen von 34 auf 17 Prozent. Eine Nachbefragung im Herbst soll zeigen, ob die Effekte anhalten.

Zwischen Wissensquelle und Zeitfresser

Die JIMplus-Studie zum digitalen Wohlbefinden von 14- bis 17-Jährigen zeichnet ein ambivalentes Bild. 82 Prozent schätzen soziale Medien als Wissensquelle. Gleichzeitig fühlen sich 72 Prozent abgelenkt, 40 Prozent klagen über nachlassende Konzentration.

Besonders alarmierend: 71 Prozent der Jugendlichen sind bereits auf Fake News gestoßen, 40 Prozent wurden mit Hate Speech konfrontiert.

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Hochschulen reagieren auf Krisen

Nach zwei Todesfällen im Umfeld der Universität Trier Mitte Juli weitete die Psychotherapieambulanz ihre Kapazitäten aus. Unter Leitung von Wolfgang Lutz bietet die Einrichtung Studierenden bis zu fünf kurzfristige Krisengespräche an. Das Angebot soll ein bis zwei Monate laufen.

„Stark vor Ort“: Kommunen sollen widerstandsfähiger werden

Baden-Württemberg startet im Juli das Projekt „Stark vor Ort“. Es soll die gesellschaftliche Resilienz in Kommunen fördern. Bis Mitte September können sich Städte und Gemeinden für eine Pilotphase bewerben, die im Oktober beginnt. Ziel: Beteiligungsprozesse etablieren, um besser auf Krisen vorbereitet zu sein.

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Wohnen gegen Hilfe

Die Hochschule Fulda führt zum Wintersemester ein ungewöhnliches Projekt ein: „Wohnen für Hilfe“. Studierende erhalten Wohnraum, wenn sie im Gegenzug Unterstützung im Alltag leisten. Richtwert: eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat. Pflegerische Dienste sind ausgeschlossen.

EPICUR: Europäische Hochschulallianz wächst

Die europäische Hochschulallianz EPICUR erhält 7,2 Millionen Euro EU-Förderung bis Ende 2028. Neue Partner aus Sevilla, Rom und Basel kommen hinzu. Rund 280.000 Studierende sollen von besserer Mobilität und Lehre profitieren. Die Universität Freiburg koordiniert wesentliche Arbeitspakete.

Herz-Check per Ultraschall

Die Uniklinik Bonn startet im Juli das Projekt „Herz Check Bonn“. Ein Jahr lang führen geschulte Medizinstudierende an sechs Standorten kostenlose Herzscreenings mit mobilen Ultraschallgeräten durch. Die Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie, um Frühwarnzeichen für Herzerkrankungen besser zu erkennen.

Rückschlag für den Hochschulsport

Während die Uni Potsdam beim „Stadtradeln“ im Juni über 100.000 Kilometer sammelte, gibt es anderswo Einschnitte. An der FAU Nürnberg wird der Hochschulsport zum 31. Juli eingestellt – die Gebäude sind sanierungsbedürftig. Ende Juli startete eine Petition für den Erhalt des Angebots.

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