Türkei, Anatolien

Türkei legt Welt der Gladiatoren frei

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 09:20 Uhr | pressetext, AD HOC NEWS

Burdur/Antalya - Die Türkei intensiviert derzeit ihre Anstrengungen zur Freilegung und Restaurierung weiterer antiker Welterbe-Stätten – in der Hoffnung, damit auch die Besucherzahlen zu steigern. Jüngstes Beispiel sind die Entdeckungen von Sagalassos und Kibyra in der Region Burdur, die für ihre eindrucksvollen Brunnen und Amphietheater bekannt sind. Zuletzt wurden nahezu vollständige, überlebensgroße Statuen geborgen.

Türkei legt Welt der Gladiatoren frei
Kaiser Hadrian - Monument von Kibyra - Bild: TGA über pressetext.de

Die Provinz Burdur ( https://goturkiye.com/burdur ) im Herzen der türkischen Mittelmeerregion hat im Vorjahr für helle Aufregung gesorgt. In der hellenistisch-römischen Siedlung Kibyra, bekannt als "Stadt der Gladiatoren" aufgrund ihrer reichen Funde an Darstellungen antiker Schaukämpfer, ihrem riesigen Stadion und dem monumentalen Medusa-Brunnen, wurden 2025 zwei Statuen von Kaiser Hadrian bei Ausgrabungen am Propylon, dem monumentalen Eingangstor, entdeckt.

Die antike Stadt ist – mit symmetrischem Grundriss – so angelegt, dass sich die Gebäude gegenseitig weder Licht und Sicht versperren.Neben vielen erhaltenen Steinstatuen begeistert das prächtige Gladiatoren-Stadion, das bis zu 10.000 Zuschauer aufnehmen konnte. Die drei Eingangsbögen sowie ein monumentales Grabmal aus hellenistischer Zeit im östlichen Tribünenbereich wurden kürzlich restauriert. An der Nordwand legten Archäologen ein Relief frei, das ein Tropaion, eine antike Siegestrophäe, darstellt.

Gladiatoren, Liebende, Kaiser in Stein

In Sagalassos, der bedeutenden Kaiserstadt Pisidiens, brachten Ausgrabungen am Odeon eine weitere bemerkenswerte Entdeckung zutage: die Statue eines Jünglings mit Hirtenstab und Ziegenfell. Bis auf Kopf und Arm sind fast alle Details der Statue erhalten, und man vermutet, dass sie den Gott Pan darstellt. An der antiken Stätte, die auf der Tentativliste des UNESCO-Welterbes steht, entdeckten Forscher 2024 in einem Nymphäum an der Südoststraße kunstvolle Hochreliefs mit Darstellungen von Artemis, Ares und Apollo.

Sagalassos liegt am Fuße des Taurusgebirges in etwa 1.450 bis 1.600 Metern Seehöhe nahe der Stadt A?lasun. Die sogenannte Stadt der "Liebenden und Kaiser" verfügt ebenso über ein Amphietheater und einen voll funktionsfähigen Antoninischen Brunnen (Nymphaeum), der seit 2010 wieder Wasser führt. Die ursprünglich hellenistische Stadtgründung erlebte unter römischer Herrschaft ihre große Blütezeit, bevor sie im 7. Jahrhundert nach einem Erdbeben aufgegeben und verlassen wurde.

Göttliche Skulpturen in Aspendos und Sardes

Außergewöhnliches entdeckten Archäologen auch in Antalya ( https://goturkiye.com/antalya ) an der türkischen Riviera. Im Rahmen des "Legacy for the Future"-Projekts wurde bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Aspendos eine 2,20 Meter hohe Marmorgruppe freigelegt, die Asklepios, den Gott der Medizin, neben seinem Sohn und Helfer Telesphorus, der Personifikation der Heilung, darstellt. Diese nahezu vollständig erhaltene Gruppe bietet wichtige Einblicke in die Rolle des antiken Heilkultes in Aspendos, das auch für sein riesiges Theater bekannt ist. Es stammt aus dem letzten Viertel des 2. Jahrhunderts und spiegelt den skulpturalen Stil dieser Zeit wider.

Auch die antike Ägäis-Stadt Sardes in Manisa ( https://goturkiye.com/manisa ), Hauptstadt des Lydischen Königreichs und Heimat einer der sieben im Buch der Offenbarung erwähnten Kirchen, meldet einen großen Fund, nämlich die Statue eines jungen Mannes aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v.Chr. Diese bemerkenswert gut erhaltene Skulptur von 2,20 Metern Höhe, die in zwei Teilen freigelegt wurde, soll bald für Besucher im archäologischen Museum von Manisa zugänglich sein.

Mehr Fotos ( https://docs.tga.gov.tr/mgbasou3 ) von den Ausgrabungen

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Aussender: Türkei Tourismus Information Ansprechpartner: Dr. Wilfried Seywald Tel.: +43 699 18 11 4006 E-Mail: seywald@tsp.at Website: goturkiye.com/de-de

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