TSMC: Umsatz springt um 30 Prozent – KI-Chips treiben Boom
29.06.2026 - 02:33:04 | boerse-global.de
Der taiwanische Chip-Hersteller TSMC verzeichnet einen monatlichen Umsatzsprung von über 30 Prozent. Grund ist die ungebrochene Nachfrage nach KI-Hardware.
Taipeh – Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter kommt aus dem Wachstumsmodus nicht heraus. Im Mai 2026 setzte TSMC umgerechnet rund 13,2 Milliarden Euro um – ein Plus von 30,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten des Jahres summiert sich der Erlös auf etwa 62 Milliarden Euro, ebenfalls ein Anstieg um 30 Prozent.
Kapazitätsengpässe bleiben bestehen
Die Unternehmensführung rechnet damit, dass die weltweite Chip-Knappheit noch Jahre anhalten wird. TSMC hat daher seine Investitionsplanung für 2026 nach oben geschraubt: Zwischen 52 und 56 Milliarden Euro sollen in den Ausbau modernster Fertigungskapazitäten fließen.
Vorstandschef C.C. Wei prognostiziert für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von über 30 Prozent – gerechnet in US-Dollar. Haupttreiber bleiben KI-Prozessoren und Hochleistungsrechnen. Schwächer zeigt sich dagegen die Nachfrage aus den Bereichen Smartphones und Unterhaltungselektronik.
Die vollständigen Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 will TSMC am 16. Juli vorlegen.
Analysten heben Kursziele an
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Die Finanzbranche reagiert optimistisch auf die Entwicklung. Die Bank of America erhöhte ihr Kursziel für die TSMC-Aktie von 490 auf 590 Dollar und behält die Kaufempfehlung bei. Die Analysten erwarten für 2026 ein Umsatzplus von 40 Prozent, für 2027 sogar von 39 Prozent. Auch Susquehanna zog nach und hob das Ziel von 500 auf 575 Dollar.
Trotz der positiven Aussichten gab die Aktie am 27. Juni leicht nach – um 1,6 Prozent auf 433,61 Dollar. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt bei rund 2,24 Billionen Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 35,98. TSMC erhöhte zuletzt die vierteljährliche Dividende auf 1,1136 Dollar pro Aktie. Der Ex-Tag ist der 16. September.
Rekordjahr 2025 als Fundament
Der aktuelle Boom folgt auf ein bereits herausragendes Jahr 2025. Damals erzielten die 5000 größten Unternehmen Taiwans einen Nettogewinn von umgerechnet 181 Milliarden Euro. TSMC war mit Abstand der profitabelste Konzern: Bei einem Umsatz von rund 119 Milliarden Euro blieb ein Gewinn von etwa 54 Milliarden Euro.
Die enorme Produktion von KI-Chips hinterlässt auch Spuren in der globalen Logistik. Beobachter berichten von zunehmenden Kapazitätsengpässen in der Luft- und Seefracht – besonders auf Routen in die USA.
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Volatilität am taiwanischen Markt
Der rasante Anstieg des Technologiesektors hat jedoch auch Schattenseiten. Der taiwanische Aktienmarkt verzeichnete im Juni Rekordausfälle von Anlegern in Höhe von umgerechnet über 63 Millionen Euro. Die Aufsichtsbehörden beobachten die Lage, bewerten den aktuellen Verschuldungsgrad der Marktteilnehmer aber noch als beherrschbar.
