Tiefkühlkost, Umweltbilanz

Tiefkühlkost: Öko-Institut sieht ähnliche Umweltbilanz wie bei frischen Alternativen

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 20:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Ökobilanz zu sieben Produktgruppen zeigt: Zutaten, Zubereitung und Lebensmittelabfälle prägen die Umweltwirkung stärker als die Tiefkühlung.

Öko-Institut: Tiefkühlkost ähnlich umweltbelastend wie Alternativen
Weitläufiges Ackerland mit geordneten Pflanzenreihen im sanften Licht der Morgensonne. Illustration mit AI erstellt.

Tiefgekühlte Lebensmittel weisen bei ihren Umweltwirkungen ein ähnliches Niveau auf wie gekühlte, ungekühlte oder im Haushalt frisch zubereitete Alternativen. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, die das Öko-Institut im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) erarbeitet hat.

Wie aus einem Branchenbericht vom 28. September 2026 hervorgeht, schneiden Tiefkühlprodukte je nach Warengruppe teils geringfügig besser, teils geringfügig schlechter ab als die jeweiligen Vergleichsvarianten.

Sieben Produktgruppen im direkten Vergleich

Für die detaillierte Analyse wählte das Öko-Institut insgesamt sieben marktrelevante Produktgruppen aus. Konkret gegenübergestellt wurden Weizenbrötchen, Mandel-Bienenstich-Torte, Erbsen, Hühnerfrikassee, Pommes frites, Rindfleisch-Burger-Patties sowie Pizza Salami.

Bei jeder dieser Kategorien verglichen die Fachleute jeweils ein gängiges Tiefkühlprodukt mit einem typischen Vergleichsprodukt, wobei teilweise auch pflanzenbasierte Tiefkühlalternativen in die Erhebung einbezogen wurden.

Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Ökobilanz nach den internationalen Normen DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044. Um die Validität und Belastbarkeit der berechneten Umweltkennzahlen sicherzustellen, durchlief das Vorhaben zudem ein externes Prüfverfahren (Critical Review). Durch dieses Vorgehen konnten die verschiedenen Abschnitte im Lebenszyklus der Produkte systematisch erfasst werden.

Die wichtigsten Treiber der Umweltwirkung

Aus den Analysen des Forschungsinstituts geht hervor, dass nicht die Tiefkühlung an sich den Ausschlag für den ökologischen Fußabdruck gibt. Vielmehr bestimmen drei zentrale Faktoren die gesamte Umweltwirkung maßgeblich:

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Zunächst spielen die Zutaten und die Rezeptur eine entscheidende Rolle. Vor allem der Einsatz tierischer Inhaltsstoffe schlägt in der Gesamtbilanz der Nahrungsmittel besonders stark zu Buche. Ein weiterer wesentlicher Hebel liegt im Umgang der Verbraucherinnen und Verbraucher im eigenen Haushalt.

Hierbei wirken sich die konkrete Lagerung, die Art der Zubereitung sowie der jeweils genutzte Strommix unmittelbar auf die Umweltbilanz aus. Als dritter maßgeblicher Aspekt wurde die Entstehung von Lebensmittelabfällen identifiziert, da verworfene Nahrungsmittel die Umweltleistung pro verzehrter Portion deutlich verschlechtern.

Bestätigung früherer Untersuchungsergebnisse

Die Erkenntnisse der Untersuchung fügen sich in ein bereits länger bekanntes Muster ein. Bereits im Jahr 2012 hatte das Öko-Institut im Auftrag des dti die Klimabilanz ausgewählter Tiefkühlprodukte detailliert analysiert.

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Schon damals kamen die beteiligten Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass sich tiefgekühlte Nahrungsmittel hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie vergleichbare Lebensmittelformen. Die aktuellen Daten nach standardisierter Methodik bestätigen diesen Befund über ein erweitertes Spektrum an Produktkategorien und Umweltindikatoren hinweg.

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