Tesla, FSD

Tesla FSD: Autos merken sich Parkplätze und fahren hin

19.06.2026 - 05:01:38 | boerse-global.de

Tesla verbessert sein FSD-System: Künftig merkt sich das Auto bevorzugte Parkplätze. Die Überwachung wird gelockert, eine Sicherheitslücke sorgt jedoch für Kritik.

Tesla FSD Update: Auto lernt Parkvorlieben und wird autonomer
Tesla - A Tesla car parked in a smart garage, symbolizing autonomous parking and advanced self-driving technology. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Elon Musk kündigt Update an: Das Auto soll sich Parkvorlieben merken und selbstständig ansteuern.

Tesla-Fahrer kennen das Problem: Das vollautonome FSD-System (Full Self-Driving) steuert zwar zuverlässig das Ziel an, parkt dann aber oft in der erstbesten Lücke – weit weg vom gewohnten Platz. Das soll sich nun ändern. Musk kündigte am Mittwoch an, dass ein kommendes Update die Fahrzeuge befähigt, individuelle Parkgewohnheiten zu lernen und zu speichern.

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Weniger Eingriffe durch lernendes System

Die neue Funktion zielt auf die häufigste Ursache für manuelle Eingriffe ab: das Zielparken. Bisher wählte das System oft die nächstgelegene freie Lücke, was zu ungünstigen Positionierungen führte. Künftig analysiert die Software das Verhalten des Fahrers und merkt sich bevorzugte Abstellorte – sei es die heimische Garage, ein bestimmter Parkplatz im Büro oder die Abholzone vor der Schule.

Sicherheitskritische Eingriffe bezeichnete Musk als äußerst selten. Crowdsourcing-Daten zufolge kommt es jedoch etwa alle 4.800 Kilometer zu einem solchen Eingriff. Die Tesla-Aktie schloss am Tag der Ankündigung bei 396,38 US-Dollar – ein Minus von 2,05 Prozent. Musk selbst hatte zuvor seine Stimmrechtsanteile durch die Ausübung von über 300 Millionen Aktienoptionen auf rund 19,9 Prozent erhöht.

Fahrerüberwachung wird großzügiger

Parallel dazu lockert Tesla die Überwachungsanforderungen. In der aktuellen FSD-Version 14.3.3 berichten Tester von deutlich selteneren Aufmerksamkeitsaufforderungen. Das System erlaubt nun bis zu einer Minute freihändiges Fahren, bevor eine Reaktion des Fahrers nötig wird. Zum Vergleich: In Version 14.2.2 lag das Limit noch bei 20 bis 30 Sekunden. Bei schwierigen Bedingungen wie schlechtem Wetter oder im sportlichen Fahrmodus bleibt die Überwachung jedoch strenger.

In etwa drei Monaten soll zudem die Integration des KI-Assistenten Grok folgen. Dann sind erweiterte Sprachbefehle und die sogenannte „Banish“-Funktion (Rückwärts-Einparken auf Zuruf) möglich. Grok war Mitte 2025 als Beta-Assistent in Teslas eingeführt worden; ein Frühjahrs-Update brachte bereits Routenplanung und ein Aktivierungswort.

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Sicherheitslücke: Puppenkopf täuscht Kamera

Doch nicht alles läuft rund. Die Innenraumkamera des FSD-Systems lässt sich offenbar mit einfachen Mitteln überlisten. Berichten zufolge reicht ein Puppenkopf für zehn bis zwanzig Euro, um die Kamera zu täuschen. Sie interpretiert das unbewegte Gesicht als aufmerksamen Fahrer – das System arbeitet dann ohne echte menschliche Aufsicht weiter.

Diese Sicherheitslücke und ein Reuters-Bericht über angeblich irreführende Sicherheitsdaten gegenüber europäischen Aufsichtsbehörden haben US-Senatoren veranlasst, eine Überprüfung durch die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) zu fordern.

Technische Verfeinerungen und Ausblick

Tesla arbeitet auch an der Zuverlässigkeit der Sensorik. Version 14.1.3 führte eine automatische Frontkamera-Reinigung ein. Das System erkennt Verschmutzungen und startet eigenständig einen Reinigungsvorgang, um die FSD-Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Ein vollständig unbeaufsichtigtes FSD für Privatfahrzeuge erwartet Musk frühestens im vierten Quartal 2026. Die Robotaxi-Aktivitäten bleiben vorerst begrenzt: In Austin läuft ein Pilotprojekt mit rund 20 Fahrzeugen. Diese Entwicklungsschritte gelten als Fundament für ein künftiges fahrerloses Netzwerk.

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