Chery-Fabrik, Roboter

Chery-Fabrik: 484 autonome Roboter steigern Produktion auf 1.000 Fahrzeuge täglich

19.06.2026 - 05:05:12 | boerse-global.de

Neue Partnerschaften von Tech Mahindra, Foxconn und NVIDIA beschleunigen den Einsatz autonomer Systeme in der Industrie.

Tech-Konzerne treiben Robotik-Offensive in Fabriken und Lagern voran
Chery-Fabrik - An advanced robotic arm precisely assembling components on a futuristic, brightly lit factory floor, showcasing industrial automation. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Juni 2026 haben Unternehmen wie Tech Mahindra, Foxconn und NVIDIA neue Partnerschaften und Technologien vorgestellt, die den Einsatz von „Physical AI" und Robotern in der Industrie beschleunigen sollen. Die Entwicklungen zeigen: Der Markt für autonome Systeme steht vor einem deutlichen Sprung nach vorne.

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Strategische Partnerschaften für die Fabrik der Zukunft

Tech Mahindra und die Robotik-Plattform Viam gaben am 18. Juni eine strategische Allianz bekannt. Ziel ist es, Unternehmen bei der Verwaltung und dem Einsatz ganzer Roboterflotten zu unterstützen. Viam fungiert dabei als Kernpartner für Physical AI und stellt eine hardwareunabhängige Plattform bereit, die Tech Mahindra in seine globale Robotikpraxis integriert. Bereits auf der Hannover Messe im April 2026 hatten beide Unternehmen eine Teleoperationstechnologie demonstriert, bei der Roboterarme ferngesteuert wurden.

Auch in der Logistik tut sich etwas: Chang Robotics und Wheel.me weiteten ihre Zusammenarbeit am 17. Juni aus. Die Partnerschaft nutzt die Genius-Plattform, die mit omnidirektionalen Rädern, Lidar und 3D-Vision ausgestattet ist. Damit lassen sich vorhandene Wagen und Regale in autonome Einheiten verwandeln – ohne teure Neuanschaffungen.

Großprojekte in der Automobilindustrie

Besonders die Autoindustrie setzt auf großflächige Automatisierung. ForwardX Robotics meldete am 18. Juni, dass es in einem Werk des chinesischen Herstellers Chery Automobile in Dalian 484 autonome mobile Roboter (AMRs) erfolgreich in Betrieb genommen hat. Die Roboter verwalten 127 Materialkategorien in Karosseriebau und Endmontage und unterstützen eine tägliche Produktion von rund 1.000 Fahrzeugen. Bemerkenswert: Die Skalierung gelang ohne Unterbrechung der laufenden Produktion.

In Südostasien präsentierte Techman Robot auf einer Fachmesse in Bangkok seine neuesten Fertigungslösungen. Im Fokus stand der TM3S, ein leichter Cobot mit integriertem Kamerasystem und Schnellwechsler, sowie KI-gestützte Lösungen für Palettierung und Inspektion.

Landwirtschaft und Logistik: Autonome Traktoren im Einsatz

Mahindra & Mahindra hat in Indien die Auslieferung einer autonomen Traktorflotte gestartet. Die ersten Fahrzeuge kommen in den Regionen Punjab und Haryana zum Einsatz. Sie nutzen LiDAR und Computer Vision für autonomes Pflügen und Säen – ein Schritt, der die Effizienz in der Landwirtschaft deutlich steigern könnte.

Humanoide Roboter: Foxconn steigt ein

Ein Meilenstein gelang Foxconn auf der VivaTech-Messe in Paris am 17. Juni: Der Elektronikriese präsentierte erstmals einen humanoiden Roboter für die Präzisionsmontage. Angetrieben wird er vom NVIDIA Isaac GR00T Foundation Model. Parallel bestätigte Foxconn, dass Komponenten für den NVIDIA Vera Rubin NVL72 AI-Supercomputer in Tschechien gefertigt und in Frankreich montiert werden.

Weitere Entwicklungen im Bereich humanoider Roboter:

  • Autonomique gab am 17. Juni bekannt, dass seine semi-humanoiden Roboter von Pilotprojekten in die Serienproduktion bei F&P Mfg., einem Automobilzulieferer der ersten Reihe, übergehen.
  • Hyundai Motor Group plant den Einsatz von 25.000 Atlas-Humanoidrobotern von Boston Dynamics in seinen Werken. Zudem soll im dritten Quartal 2026 in Georgia ein Robot Motion Analytics Center eröffnet werden.
  • Richtech Robotics startete am 18. Juni einen 24/7-Livestream für seinen KI-gestützten Humanoiden ADAM, der weltweiten Nutzern die Echtzeit-Interaktion ermöglicht.
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Forschung: KI trainiert Roboter autonom

Auch in der Forschung gibt es Fortschritte. NVIDIA stellte gemeinsam mit Forschern der Carnegie Mellon University und UC Berkeley am 17. Juni das ENPIRE-Framework vor. Dieses System nutzt KI-Coding-Agenten, um den gesamten Robotik-Forschungszyklus autonom auf physischer Hardware durchzuführen. Bei Tests mit der Installation von Grafikkarten und Kabelbindern erreichte das System eine Erfolgsquote von 99 Prozent.

FANUC America beschrieb am selben Tag eine neue Schnittstelle namens Stream Motion (STMO). Sie ermöglicht die externe Bahnsteuerung von Robotern. In Kombination mit 3D-Kameras und KI können Roboter Teile auf einem laufenden Förderband verarbeiten, ohne die Linie anhalten zu müssen. Diese Lösung ist bereits in der Automobilproduktion im Einsatz.

de | wissenschaft | 69578718 |