USA, Iran

Musks Satelliten-Internet Starlink kostenlos im Iran

13.01.2026 - 23:01:43

Terminals für das Satelliten-Internet von Starlink sind im Iran verboten. Dennoch sollen Zehntausende davon im Land sein. Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk kommt den Nutzern entgegen.

Angesichts von Internet-Blockaden im Iran hat Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ihren Satelliten-Dienst für das Land kostenlos gemacht. Entsprechende Informationen von Aktivisten wurden dem Finanzdienst Bloomberg von SpaceX-Kreisen bestätigt. SpaceX machte dazu zunächst keine offiziellen Angaben. Die iranische Regierung greift angesichts der landesweiten Proteste seit Tagen zu weitreichenden Internetsperren.

Um Starlink zu nutzen, braucht man spezielle Antennen und Empfangsgeräte. Sie sind im Iran verboten, werden aber dennoch ins Land geschmuggelt. Nach früheren Schätzungen könnten sich etwa 20.000 der Terminals im Land befinden. Die Gruppe Holistic Resilience, die für Internet-Zugänge im Iran sorgen will, geht inzwischen sogar von mehr als 50.000 Geräten aus, wie ihr Chef Ahmad Ahmadian Bloomberg sagte.

Schwerer zu blockieren

Die kompakten Terminals kommunizieren direkt mit Starlink-Satelliten, was sie unabhängiger von Maßnahmen von Regierungen macht. Iranischen Behörden gelang es aber Medienberichten zufolge bereits, den Starlink-Empfang teilweise zu stören.

Starlink-Systeme werden auch von der ukrainischen Armee eingesetzt. Sie waren besonders wichtig zu Beginn des Krieges, nachdem die russischen Angreifer herkömmliche Telekommunikations-Infrastruktur zerstört hatten. Starlink stellte die Geräte dabei zunächst selbst zur Verfügung, inzwischen gibt es einen Vertrag mit dem Pentagon für die Versorgung der Ukraine. 

Bis dahin konnte Musk über die Verwendung von Starlink bestimmen. So sagte der Tech-Milliardär seinem Biografen Walter Isaacson, dass er sich geweigert habe, auf Bitten der Ukraine die Starlink-Versorgung in der Nähe der von Russland besetzten Halbinsel Krim freizuschalten, und damit einen Angriff auf russische Truppen verhindert habe.

@ dpa.de

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