Take, Google

Take notes for me: Google bringt KI-Protokollierung in Meet live

30.06.2026 - 20:48:18 | boerse-global.de

Google weitet die KI-Protokollierung in Meet auf Einzelpersonen aus. Das Tool transkribiert und fasst Meetings automatisch zusammen.

Google Meet: KI-Notizfunktion jetzt für alle Nutzer verfügbar
Take - Eine Hand interagiert mit einer holografischen Benutzeroberfläche, die KI-generierte Besprechungsnotizen und Zusammenfassungen anzeigt. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juni 2026 für Einzelnutzer und breitere Abonnentenkreise freigegeben. Bisher war das KI-gestützte Protokollierungstool nur größeren Unternehmenskunden vorbehalten. Die Integration des Gemini-Modells ersetzt die manuelle Mitschrift durch automatisierte Echtzeit-Transkription.

So funktioniert die KI-Notiz

Das System transkribiert Gespräche während eines Videotelefonats in Echtzeit. Über die reine Wortprotokollierung hinaus erstellt die KI eine strukturierte Zusammenfassung des Termins. Sie extrahiert auch konkrete Handlungsempfehlungen, sogenannte Action Items.

Nach dem Gespräch speichert Google die Daten automatisch in einem Dokument innerhalb von Google Drive. Zusätzlich erhalten alle Teilnehmer eine Zusammenfassung per E-Mail. Nur der Gastgeber kann den Prozess starten – eine Benachrichtigung informiert alle Teilnehmer über die Aufzeichnung.

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Die Funktion ist für Gespräche zwischen 15 Minuten und acht Stunden optimiert. Aktuell unterstützt das System acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Pro Meeting lässt sich aber nur eine Sprache gleichzeitig verarbeiten.

Wer bekommt was – und zu welchem Preis

Neben berechtigten Workspace-Geschäftskunden können nun auch Einzelpersonen die KI-Notiz nutzen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Abonnement.

Das Paket „AI Pro“ schlägt mit etwa 20 Euro monatlich zu Buche. Für „AI Ultra“ nennen Marktbeobachter Preise zwischen rund 30 und 100 Euro – je nach Region und Leistungsumfang. Die Aktivierung erfolgt über ein Bleistift-Symbol oder das Einstellungsmenü in der Weboberfläche oder der mobilen App.

Wettbewerb und Datenschutz

Mit der Ausweitung reagiert Google auf den steigenden Druck im Markt für Kollaborationssoftware. Microsoft Teams Copilot und Zoom AI Companion bieten ähnliche Funktionen bereits an. Branchenanalysten sehen den Roll-out als Versuch, die Gemini-Abonnements attraktiver zu machen.

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Ein kritischer Punkt bleibt der Datenschutz. Für Enterprise-Kunden gibt es umfassende Administrationskontrollen. Experten weisen darauf hin, dass die Bestimmungen für Privatnutzer weniger detailliert ausgestaltet sind. Nutzer können die Funktion über die Kontoeinstellungen oder direkt während eines Anrufs steuern – die Hoheit über den Start des Protokolls liegt aber weiterhin beim Organisator.

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