Synergy, Agentic

Synergy Agentic Framework: Esker erweitert KI-Finanzsoftware

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 17:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Esker baut seine Finanzsoftware mit KI-Agenten, Sprachsteuerung und neuen Schnittstellen aus; die Vorstellung erfolgt am 8. Oktober 2026 in Hamburg.

Esker erweitert Synergy AI um neues Agenten-Framework
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Raum mit poliertem Betonboden und schlichten architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwareanbieter Esker hat seine Finanzsoftware Synergy AI um das sogenannte „Synergy Agentic Framework“ erweitert. Die neue technologische Basis zielt auf die Kernbereiche Source-to-Pay sowie Order-to-Cash ab und soll die Automatisierung in Finanzabteilungen weiter vertiefen. Wie das Unternehmen im Rahmen der Ankündigung mitteilte, wird die Neuerung offiziell am 8. Oktober 2026 auf der Veranstaltung „Esker All Access“ in Hamburg vorgestellt.

Drei Säulen für operative Effizienz und Vernetzung

Das Synergy Agentic Framework gliedert sich in drei funktionale Bereiche, die darauf ausgelegt sind, manuelle Arbeitslasten zu reduzieren und die Datenverarbeitung zu beschleunigen.

Den Kern bilden die sogenannten Business Agents. Diese sind für die Übernahme operativer Aufgaben zuständig, wobei die finale Entscheidungsgewalt bei den jeweiligen Mitarbeitenden verbleibt. Damit verfolgt der Anbieter einen Ansatz, bei dem die Künstliche Intelligenz (KI) unterstützend agiert, ohne die menschliche Kontrolle vollständig zu ersetzen.

Ein weiterer Bestandteil ist der Bereich Conversational Finance, der die Interaktion mit dem System durch natürlichsprachliche Schnittstellen vereinfachen soll.

Zudem bietet das Framework erweiterte Anbindungsmöglichkeiten über das Model Context Protocol (MCP) sowie Agent-to-Agent-Verbindungen (A2A). Diese technischen Schnittstellen sollen eine nahtlose Integration und Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen und autonomen Agenten ermöglichen.

Leistungswerte bestehender Automatisierungslösungen

Die Einführung des neuen Frameworks baut auf den bisherigen Erfolgen der Esker-Lösungen im Bereich der Finanzautomatisierung auf. Nach Unternehmensangaben erzielen Kunden mit den aktuellen Systemen bereits signifikante Effizienzsteigerungen. So liegt die Quote der automatisierten Rechnungsverarbeitung bei mehr als 90 %.

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Zudem konnte die Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding, DSO) in den Anwenderunternehmen um mehr als 40 % gesenkt werden. Ein weiterer Leistungswert betrifft die Geschwindigkeit interner Abläufe: Die Bearbeitung von Genehmigungsprozessen, Streitfällen und Bestellungen erfolgt laut Esker mehr als dreimal schneller als bei herkömmlichen, manuellen Verfahren.

Regulatorische Treiber und strategische Bedeutung für den CFO

Die Weiterentwicklung der KI-gestützten Finanzsoftware erfolgt vor dem Hintergrund sich verschärfender regulatorischer Anforderungen in Europa. David Andrés Chignier, Managing Director von Esker Ibérica, verwies in diesem Zusammenhang auf das spanische Gesetz „Ley Crea y Crece“. Dieses verpflichtet Unternehmen zur Nutzung der E-Rechnung.

Durch den Einsatz strukturierter Formate und die verpflichtende Meldung von Zahlungsstati werde die Rückverfolgbarkeit von Geschäftsvorgängen erheblich gesteigert.

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Esker Ibérica zufolge führt die Kombination aus elektronischer Rechnungsstellung, Prozessautomatisierung und dem Einsatz von KI dazu, dass manuelle Tätigkeiten zunehmend in den Hintergrund rücken. Dies verbessere nicht nur die allgemeine Datenqualität, sondern schaffe auch eine fundiertere Entscheidungsgrundlage für Chief Financial Officers (CFO).

Die Integration dieser Technologien ermöglicht es Finanzverantwortlichen, präzisere Analysen durchzuführen und ihre strategische Rolle im Unternehmen zu stärken.

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