Süßstoffe, Studien

Süßstoffe: Neue Studien belegen keinen Nachteil für Gewicht

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 14:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Analyse von fünf Studien findet keine negativen Effekte kalorienarmer Süßstoffe auf Gewichtsregulation oder Herz-Stoffwechsel-Gesundheit.

Studienübersicht: Süßstoffe beeinträchtigen Gewichtsmanagement nicht
Heller, moderner Laborraum mit Glasgefäßen und neutralem Hintergrund als Symbol für wissenschaftliche Forschung. Illustration mit AI erstellt.

Eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung liefert neue Erkenntnisse zur Verwendung von nicht-nutritiven Süßstoffen als Ersatz für herkömmlichen Zucker.

Die von der Universität Ljubljana, der Wageningen University & Research und der University of Leeds durchgeführte Übersichtsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass es keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung des Gewichtsmanagements oder der kardiometabolischen Gesundheit durch diese Ersatzstoffe gibt.

Datenbasis der länderübergreifenden Forschungsprojekte

Die wissenschaftliche Grundlage dieser Analyse bildet eine Zusammenfassung von fünf Einzelstudien, die im Rahmen der Konsortien SWEET, SWITCH und Sweet-Tooth durchgeführt wurden. Diese Untersuchungen decken verschiedene Aspekte der Ernährung ab und beziehen unterschiedliche Teilnehmergruppen sowie Konsumformen ein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Auswertung war die SWITCH-Studie, an der 493 Personen über einen Zeitraum von einem Jahr teilnahmen. Die Probanden befanden sich in einem strukturierten Gewichtsreduktionsprogramm. Dabei wurde der Konsum von Getränken, die mit kalorienarmen Süßstoffen gesüßt waren, direkt mit dem Konsum von Wasser verglichen.

Ein weiteres zentrales Element war die SWEET-Gewichtserhaltungsstudie mit 341 Teilnehmenden, die sich mit der langfristigen Stabilisierung des Körpergewichts befasste.

Ergänzt wurde das Datenmaterial durch die Sweet-Tooth-Studie, die 180 Teilnehmende umfasste. Zudem flossen zwei kleinere Untersuchungen des SWEET-Konsortiums ein: eine Studie zu speziell entwickelten Keksen sowie eine Untersuchung zu Getränken mit jeweils 53 Probanden.

Auswirkungen auf das Körpergewicht und den Gewichtsverlust

Die Ergebnisse der verschiedenen Studienzweige deuten darauf hin, dass der Einsatz von Süßstoffen positive Effekte auf die Gewichtskontrolle haben kann. In der SWITCH-Studie zeigte sich demnach, dass jene Teilnehmende, die gesüßte Getränke zu sich nahmen, einen größeren Gewichtsverlust erzielten als die Vergleichsgruppe, die Wasser trank.

Ähnliche Beobachtungen wurden im Rahmen der SWEET-Gewichtserhaltungsstudie gemacht. Hier hielten die Teilnehmenden, die Süßstoffe als Zuckerersatz nutzten, ihren Gewichtsverlust über den Zeitraum von einem Jahr etwas erfolgreicher als die Kontrollgruppen.

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Die Forscher der beteiligten Universitäten in Ljubljana, Wageningen und Leeds stellten fest, dass der Ersatz von Zucker durch nicht-nutritive Süßstoffe den Bemühungen um eine Gewichtsreduktion oder -stabilisierung nicht entgegensteht.

Kardiometabolische Parameter und Gesundheitsindikatoren

Neben der reinen Gewichtsveränderung untersuchte die Forschungsgruppe auch wichtige Indikatoren der Herz- und Stoffwechselgesundheit. Dabei wurden unter anderem die Blutzuckerkontrolle, der Insulinspiegel, der Blutdruck sowie die Cholesterinwerte der Probanden analysiert.

Die Auswertung der Daten ergab laut den beteiligten Institutionen nur geringfügige Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen. Signifikante negative Auswirkungen auf die kardiometabolische Gesundheit durch den Konsum von Süßstoffen konnten im Rahmen der analysierten Studienzeiträume nicht nachgewiesen werden. Damit widersprechen die Ergebnisse Befürchtungen, dass der Einsatz dieser Ersatzstoffe Stoffwechselprozesse in einer Weise beeinflussen könnte, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes erhöht.

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Finanzierung und Unterstützung der Forschung

Die Durchführung der wissenschaftlichen Arbeiten wurde durch verschiedene Quellen ermöglicht. Finanzielle Mittel stammten aus dem EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 sowie von der American Beverage Association. Zudem war eine niederländische öffentlich-private Partnerschaft an der Finanzierung beteiligt.

Fachliche Unterstützung erhielt das Forschungsprojekt zudem durch das Low- and No-Calorie Sweeteners Committee des Institute for Advancement of Food and Control Sciences (IAFNS). Wie aus einem Bericht vom September 2026 hervorgeht, unterstreichen diese Ergebnisse die Rolle von Süßstoffen als mögliches Hilfsmittel in der Ernährungssteuerung, sofern sie als Ersatz für kalorienreichen Zucker verwendet werden.

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