Steam-Betrug: FBI schnappte Hacker, der 220.000 Dollar stahl
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein 21-Jähriger aus Florida soll über manipulierte Spiele auf Steam Kryptowährungen im Wert von mindestens 220.000 US-Dollar gestohlen haben. Das FBI konnte ihn jetzt festnehmen.
Systematische Infektion: Acht Spiele mit Schadsoftware verseucht
Der Beschuldigte soll zwischen Mai 2024 und Februar 2026 acht Spiele auf Steam mit Malware verseucht haben. Betroffen waren Titel wie „BlockBlasters“, „Lunara“, „PirateFi“ und „Lampy“. Allein durch „BlockBlasters“ sollen Vermögenswerte von mehr als 150.000 US-Dollar abgeflossen sein.
Die Schadsoftware war ein Mix aus verschiedenen Infostealern – darunter Vidar, HijackLoader und Fickle Stealer. Laut Behörden stammt das Paket aus dem Darknet und kostete rund 10.000 US-Dollar. Die Malware infizierte etwa 8.000 Computer und verschaffte Zugriff auf rund 80 Krypto-Wallets.
Wie kamen die Ermittler auf die Spur? Käufe von Gutscheinen für Lieferdienste ließen sich mit der Wohnadresse des Verdächtigen verknüpfen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft wegen Drahtbetrugs, schwerem Identitätsdiebstahl und Verschwörung zum Computerbetrug.
Smartphones im Visier: Rekordzahlen bei Malware-Angriffen
Doch nicht nur Gamer sind betroffen. Sicherheitsforscher von Kaspersky verzeichnen für das erste Quartal 2026 insgesamt 2,67 Millionen blockierte Malware-Angriffe auf Mobilgeräte. Über 300.000 neue bösartige Programme wurden entdeckt. Besonders alarmierend: Banking-Trojaner für Android legten im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent zu.
Aktuelle Schwachstellen verschärfen die Lage. Eine Lücke in Android 16 ermöglicht unter bestimmten Bedingungen das Umgehen der PIN-Sperre. Fehler in MediaTek-Chips könnten das Auslesen sensibler Daten wie Seed-Phrasen für Krypto-Wallets erlauben. Auch Apple-Nutzer sind betroffen – eine Angriffskette nutzt mehrere Zero-Day-Lücken aus, um Systeme zu kompromittieren.
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Internationale Erfolge gegen Phishing-Netzwerke
Die Behörden schlagen zurück. Unter Beteiligung des Bundeskriminalamts (BKA) wurde die Phishing-Plattform „Kratos“ zerschlagen. Der mutmaßliche Entwickler wurde in Indonesien festgenommen. Die Plattform bot Kriminellen Zugang zu monatlich rund 15.000 Phishing-Kampagnen. Seit 2024 soll der Betreiber damit mindestens 300.000 Euro eingenommen haben.
Ein weiterer Schlag gelang in Pakistan: Ein Netzwerk wurde ausgehoben, das mehr als 96.000 gefälschte Banking-Apps und Phishing-Links generiert hatte. Ziel war es, Anmeldedaten und Einmalpasswörter (OTP) abzugreifen, um die Zwei-Faktor-Authentisierung zu umgehen. Die Folgen sind dramatisch: Die Zahl der Betrugsfälle bei Neobanken stieg von rund 34.000 im Jahr 2025 auf über 108.000 Fälle.
Lockangebote für Spieler: So schützt ihr euch
Sicherheitsexperten warnen vor betrügerischen Webseiten, die mit kostenlosen „Skins“ oder Inventarprüfungen locken. Dahinter steckt oft der Versuch, Login-Daten für Steam oder Zahlungsinformationen abzugreifen.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:
- Starke, einzigartige Passwörter und Passkeys nutzen
- Zwei-Faktor-Authentisierung konsequent aktivieren
- App-Berechtigungen regelmäßig prüfen
- Nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen installieren
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Wer Unregelmäßigkeiten feststellt, sollte sofort die Passwörter ändern, die Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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