SSD-Preise crashen: Samsung 990 Pro um 42% auf 338 Euro
21.06.2026 - 02:32:37 | boerse-global.de
Die Preise für High-End-SSDs und portable Speicher fallen drastisch – pünktlich zur großen Sommer-Angebotswoche.
Amazon Prime Day startet zwar erst am 23. Juni, doch die Hersteller Samsung und Western Digital haben bereits jetzt deutliche Preisnachlässe auf ihre Solid-State-Drives und externen Speicherlösungen eingeleitet. Wer auf der Suche nach günstigen Speicher-Upgrades ist, sollte genau hinschauen.
Die große Angebotswoche beginnt
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Die kommenden Tage werden zum Paradies für Schnäppchenjäger. Während Amazon seine Aktion vom 23. bis 26. Juni durchführt, hat Walmart bereits einen Tag früher, am 22. Juni, mit seinen Promotionen begonnen und lockt bis zum 28. Juni mit Rabatten. Auch Target und Kohl's mischen mit: Target Circle Deal Days laufen parallel zu Prime Day, Kohl's bietet bis zum 28. Juni reduzierte Preise.
Branchenbeobachter melden, dass erste Deals bereits jetzt live sind. Neben Speicherkomponenten fallen auch hochwertige Laptops, Wearables und Haushaltsgeräte auf. Das Apple MacBook Air M5 etwa wurde am 19. und 20. Juni auf umgerechnet rund 870 Euro reduziert, der LG C5 65-Zoll-OLED-Fernseher erreichte mit 1.280 Euro einen Preis, der 48 Prozent unter dem üblichen Niveau liegt.
Samsung und Western Digital mit aggressiven Preisen
Samsung zeigt sich in diesem Jahr besonders preisaggressiv. Die Samsung 990 Pro 2TB SSD wurde am 20. Juni auf Amazon für umgerechnet rund 338 Euro angeboten – ein Rückgang von 42 Prozent gegenüber dem Allzeithoch von 585 Euro. Das PCIe-Gen-4-Laufwerk erreicht sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 7.450 MB/s beziehungsweise 6.900 MB/s. Technisch bietet es 50 Prozent mehr Leistung pro Watt und 55 Prozent schnellere wahlfreie Zugriffe als sein Vorgänger, die 980 Pro.
Auch Samsungs portable Speicher sind betroffen. Die 1TB Samsung T7 Portable SSD, die Stürze aus bis zu 1,8 Metern Höhe übersteht, wurde am 19. Juni um 31 Prozent auf umgerechnet rund 174 Euro gesenkt.
Western Digital (WD) zieht mit ähnlichen Preisnachlässen nach:
- WD Black SN7100 2TB: Knapp 20 Prozent günstiger – umgerechnet rund 222 Euro.
- WD Black SN850P: Die für PC und PS5 optimierte 1TB-Version kostet umgerechnet rund 174 Euro, die 4TB-Variante liegt bei etwa 502 Euro.
- Externe Speicher: Die WD 4TB My Passport fiel von 732 auf umgerechnet rund 586 Euro, das 4TB P50 Game Drive auf etwa 640 Euro.
KI-Boom treibt Preise – und senkt sie für Verbraucher
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Die aktuellen Preisschwankungen haben einen überraschenden Hintergrund. Der Markt für NAND-Flash-Speicher hat sich im ersten Halbjahr 2026 grundlegend verändert. Während der Einzelhandelsmarkt für SSDs schrumpfte, verlagern die Hersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend in den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Nachfrage nach KI-Server-Infrastruktur und Enterprise-PCs boomt – und verschlingt enorme Mengen an NAND-Flash.
Die Folge: Obwohl der Retail-Markt schrumpft, steigen die Herstellerumsätze rasant. Im ersten Quartal 2026 erzielten die fünf größten NAND-Hersteller einen Gesamtumsatz von umgerechnet rund 35,6 Milliarden Euro – ein Anstieg von 83,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Samsung führt den Markt mit umgerechnet rund 12,4 Milliarden Euro an, gefolgt von SK hynix (6,9 Milliarden Euro) und Kioxia (5,5 Milliarden Euro).
Die aktuellen Rabatte für Endverbraucher sind daher ein cleverer Schachzug: Während die Nachfrage aus der Industrie hoch bleibt, nutzen Hersteller und Händler die kommende Angebotswoche, um ihre Lagerbestände im Einzelhandel zu räumen. Für Verbraucher bedeutet das: Jetzt zuschlagen, bevor die Preise wieder anziehen.
