Spermidin: 6 mg täglich stärken Immunantwort nach Impfung
29.06.2026 - 02:54:56 | boerse-global.de
Radikaler Zuckerverzicht gefährdet den Stoffwechsel
Clean Eating klingt nach Reinheit, doch die Forschung warnt vor Extremen. Eine Ende Juni 2026 veröffentlichte Studie zeigt: Wer komplett auf Zucker verzichtet, riskiert metabolische Störungen. Das metabolische Gleichgewicht gerät aus der Balance, wenn der Körper plötzlich ohne jede Zufuhr auskommen muss.
Experten raten daher zu einem maßvollen Umgang. Nicht der komplette Verzicht, sondern die Reduktion industriell verarbeiteter Produkte steht im Vordergrund.
Zuckersteuer: Politische Debatte ohne klare Wirkung
Die SPD bringt eine gestaffelte Zuckersteuer auf Softdrinks ins Spiel. Bei mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollen 20 bis 30 Cent pro Liter fällig werden. Die Branche reagiert skeptisch: Es fehle an wissenschaftlicher Basis für solche fiskalischen Maßnahmen.
Ernährungsberaterin Steffi Faigle pflichtet bei. Eine Steuer allein werde Übergewicht und Diabetes nicht eindämmen. „Komplexe Probleme brauchen komplexe Lösungen“, so ihr Einwand.
Spermidin: Zelluläre Reinigung fürs Immunsystem
Ein anderer Ansatz setzt auf die körpereigene Regeneration. Die University of Oxford hat in einer klinischen Pilotstudie die Wirkung von Spermidin untersucht – einem Stoff, der die Autophagie aktiviert, also die zelluläre Müllabfuhr.
40 Teilnehmer über 65 Jahre nahmen an der Studie teil. Ergebnis: Eine tägliche Dosis von sechs Milligramm Spermidin verbesserte die Immunantwort nach einer Covid-19-Impfung. Antikörper und Gedächtnis-B-Zellen stiegen messbar an. Die Studie wurde im Fachjournal „Aging Cell“ veröffentlicht.
Während die Forschung neue Wege zur Zellregeneration sucht, bleibt die tägliche Ernährung der wichtigste Hebel für ein gesundes Immunsystem. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, welche 12 Lebensmittel Entzündungen im Körper natürlich bekämpfen und Ihre Vitalität steigern können. Kostenlosen Ratgeber für antientzündliche Ernährung sichern
Soziale Kluft: Die Ungleichheit der Lebenserwartung
Während die einen über Superfoods diskutieren, kämpfen andere um den Zugang zur Grundversorgung. Mediziner schlagen Alarm. Der Arzt Benjamin Wachtler warnt Ende Juni 2026 vor einer Verschärfung der gesundheitlichen Ungleichheit durch Sparmaßnahmen der Bundesregierung.
Die Zahlen sind eindeutig: Frauen in benachteiligten Regionen leben im Schnitt 4,3 Jahre kürzer, bei Männern beträgt die Differenz sogar 7,2 Jahre. Wachtler bezieht sich dabei auf das Inverse Care Law – die ärztliche Versorgung ist in wohlhabenden Vierteln besser, obwohl der Bedarf in ärmeren Gegenden höher ist.
Parkinson und Parodontitis: Neue Therapieansätze
Im Juli 2026 plant Bad Neustadt ein Symposium zu adaptiven Therapien bei Parkinson. In Deutschland sind über 400.000 Menschen betroffen. Die Forschung setzt zunehmend auf individualisierte Ansätze.
Auch die Zahngesundheit rückt in den Fokus. Ein Spin-off der Fraunhofer-Gesellschaft namens PerioTrap hat eine Substanz identifiziert, die gezielt Parodontitis-Erreger blockiert. Das ist mehr als kosmetisch relevant: Eine US-Studie mit über 90.000 Teilnehmern zeigt, dass finanzielle Barrieren beim Zahnarzt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz erhöhen. Bei Wegfall dieser Barrieren ließen sich zwei bis vier Prozent solcher Erkrankungen vermeiden.
Der Zusammenhang zwischen körperlicher Gesundheit und geistiger Fitness wird oft unterschätzt, besonders wenn es um die Vorbeugung von Demenz geht. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen 11 praktische Übungen und wertvolle Alltagstipps, mit denen Sie Ihr Gedächtnis gezielt stärken und bis ins hohe Alter fit halten. Jetzt kostenlosen Gehirntraining-Ratgeber herunterladen
Genussmittel unter Druck: Verbot von Zusatzstoffen
Die Gesundheitsprävention greift zunehmend regulatorisch durch. Diskutiert wird ein Verbot von 13 Zusatzstoffen in E-Zigaretten – darunter Menthol und verschiedene Basisstoffe. Der Staat will seinen Einfluss auf die öffentliche Gesundheit weiter ausweiten.
